Re: Chancen: wieder der selbe Startpunkt?

Geschrieben von raschida am 14. Juni 2010 07:41:12:

Als Antwort auf: Chancen: wieder der selbe Startpunkt? geschrieben von Eric am 13. Juni 2010 14:36:41:

hi,
du schreibst:

>Sondern auch das Akzeptieren meiner Selbst und der sich daraus ergebenden Konsequenzen.

Mein letzter job wies merkmale auf, wie zum beispiel der umgang mit menschen,...dies ist für meine person sehr wichtig und rein theoretisch hätte ich dort weitermachen können und mich ausgefüllt fühlen dürfen.
Aber durch die erkenntnis meiner selbst, sah ich plötzlich dass ich mir eine "ersatzfamilie " geschaffen habe.
Zu sehen, dass sich dinge aus der kindheit im real life widerholen um mich erneut in "existentielle" Nöte zu bringen machte mir angst.
Ich sah plötzlich wie langwierig und wie selbständig sich das schicksal durchsetzt.
Da half mir die selbsterkenntnis nur in der hinsicht, dass mir ein "weggehen" vernünftig und als die notwendige konsquenz erschien.
Ich sitze bis heute hier und weiss nicht wie es weitergehen soll, trotz selbserkenntnis.
Ich akzeptiere den umstand, dass ich in diesen machtvollen strukturen keine entwicklung meiner person erwarten kann. Die Konsequenz ist, dass ich mcih erneut meiner "armut" stelle, wie schon sooft in meinem Leben, wenn ich mich aus Abhängigkeiten befreite.
Meine Erwartungshaltung ist bedingt durch viele abhängigkeiten in meinem Leben sehr negativ geprägt,....ich glaube einfach nicht an eine "gesunde familie" im arbeitsleben, wo ich die möglichkeit erhalte, selbsterkenntnis und das ausleben meiner potentiale paralell laufen lassen zu können. Mich nach etwas derartigem auf die suche zu begeben ist für mich dasselbe, als würde ich den "frieden" in meiner Ursprungsfamilie wieder herstellen wollen.
Irgendwann sind auch die kräfte versiegt, dass ich das, was ich spüre. Ich werde es allenfalls noch schaffen, meinem Leben einen "lichtblick" zu geben in freiwilliger ehrenamtlicher Tätigkeit. Und selbst da werde ich keinen Unterschlupf finden, da es viele Menschen gibt, denen eine solche stellung bevorzugt gegeben wird, weil sie eben rein "offiziell", aus "geordneten" Verhältnissen kommen.
Ich mache mir nichts vor eric und meine Konsequenz aus allem ist:
Mir ist es egal geworden, was ich arbeite. Ich richte mich nach dem prinzip,..."arbeite um zu überleben"
Dies ist natürlich alles andere als ein gutes ergebnis,....aber mir fehlen ganz einfach gesagt, 40 lange jahre.
Dies zu erkennen, ohne die Schuldfrage am ende klären zu wollen/können, ist hart und sehr erschütternd.
Aber vllt gehört das ja auch dazu, mich selber zu erkennen. Alles zu verlieren, sogar meine kinder,...keine tragende beziehung zu haben und am rande der existenz,....das alles sagt mir am ende nur eines: Ich soll mich in den Mittelpunkt stellen.
Und dies ist eine der schwersten Aufgaben überhaupt für mich. Ich habe viel dafür getan in den letzten jahrzehnten, gerade dies zu vermeiden.Das ist mir nun klar.
Zu sehen, dass am ende nichts bleibt ausser ich selber,.....ist schwer zu ertragen.
Ich weiss leider, dass erst jetzt mein wahres Leben anfängt, obwohl es ja so gesehen schon vorbei ist.
ich kann momentan nichts anderes tun, als gelassen und positiv in die zukunft zu schauen, dankbar für meine selbsterkenntnis und dankbar, dass ich jedesmal konsequenzen ziehen konnte, mich aus Teufelskreisen selber zu befreien,.....auf kosten meines jobs jedesmal.

gruss raschi





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