Re: Eine Kerze für die Opfer von Duisburg

Geschrieben von raschida am 01. August 2010 19:37:50:

Als Antwort auf: Re: Eine Kerze für die Opfer von Duisburg geschrieben von Eric am 01. August 2010 16:37:26:

hi,


ja, die staatsanwaltschaft wird auch die vor ort anwesenden polizisten befragen. Sollte sich ein "machtgeranger" zwischen veranstalter und polizei herausstellen, weil die menschen fast eine stunde in dem hexenkessel sein mussten, obwohl da wohl am liebsten jeder gerne schnell "geflüchtet" wäre, ......dann hätten wir ein problem. Der Polizeiinspecteur hat betont, dass sich die hundertschaft darüber bewusst gewesen sei, dass es hier nicht um rivalisierende gruppen geht auf der veranstaltung.
Ich habe keine vorstellung davon, was und wo das motiv liegt, soviele menschen fast eine stunde "gefangen" zu halten.

Das alles ändert aber für mich nichts an der vermutung, dass dieser herr schaller allen ernstes davon überzeugt war, die besucherströme in eigenregie zu lenken.

Diejenigen retter und einsatzkräfte, die mobil wurden, nachdem die ersten toten zu beklagen waren, konnten die zeit davor nicht aufarbeiten.Auch sie werden für Aufklärung sorgen, da bin ich mir fast sicher.Für sie muss es ja so sein, als wären sie mit jedem der einzelnen 21 opfer mitgestorben. Sie haben dieselbe ohnmacht erlebt, wie alle freiwilligen helfer im tunnel.

Auswertungen anhand der amateurvideos bezüglich der von dir erwähnten drängler sind vorhanden und werden hoffentlich auch nicht einfach unbeachtet gelassen.Sollte es menschen gegeben haben, die über das "fröhliche mass des feiern wollens hinaus" andere in Lebensgefahr brachten, so wird man sie finden.

Was ich nun schreibe ist unbegreiflich nachzuempfinden:
Für mich kann es nicht mit rechten dingen zugegangen sein, weil es fast eine stunde zeit gab, die situatione zu entschärfen.
Eine stunde hat es nur gedauert, ohne die nötige intervention von aussen, bis dass Menschen zu tode gequetscht wurden, mitunter auch von gerade denen, die sie sehr geliebt haben.

Schreckenberg hat ja schon versucht sich aus der affaire zu ziehen, indem er ein "ärmliches" Bekenntnis ablieferte, indem er meinte, es wäre nicht damit zu rechenen gewesen, dass leute von der treppe in die menge fallen. Abgesehen davon, dass es sich als unwahr herausstellte, muss er jetzt wohl erneut bekennen, dass er niemals damit gerechnet hätte, dass er zum spielball für ein machtgerangel wird?

Keine ahnung eric, aber da es ja überwiegend junge erwachsene waren in diesem geschehen, wird die Wut eine grosse energie freisetzen und viele werden diese natürlich, verständllicherweise in die Aufklärungsarbeit lenken wollen.

Dafür will ich allen nocheinmal die nötige kraft wünschen
lg raschida




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