Re: Sicherheit in der Therapie
Geschrieben von sometimes am 18. Juni 2011 23:28:00:
Als Antwort auf: Sicherheit in der Therapie geschrieben von Eric am 18. Juni 2011 20:44:24:
>Hallo liebe Schotterblumen,
>auch in der Therapie ist Sicherheit ein wichtiges Thema, denn es ist für viele Menschen an sich sehr wichtig.
>Was aber bedeutet es dort? Und wie kann Sicherheit erreicht werden?
>Es gibt Menschen die glauben in der Therapie würden sie Methoden erlernen, die es ihnen ermöglichen ihre Umgebung zu kontrollieren. Sie versuchen auf diese Weise Sicherheit zu erreichen. Durch Kontrolle.
>Das sind dann oft Menschen die Jahre und Jahrzehnte damit verbringen einen Therapeuten zu finden, der ihren Vorstellungen entspricht. Vergeblich.
>Denn in der Therapie geht es um eine andere Art von Sicherheit.
>Dort geht es darum, eigene Ressourcen zu mobilisieren.
>Auch mit Imaginationsübungen werden den Menschen Helfer zur Seite gestellt. Ja, diese Helfer existieren "nur" im Inneren, nur in der eigenen Vorstellung. Aber sie sind Teil der eigenen Seele. Daher existieren sie auch. Sie sind Kraftquellen, die der Mensch alleine sich nicht trauen würde, sich zu erschließen.
>Es werden Methoden vermittelt, wie Menschen mit verschiedenen Situationen umgehen können. Wie sie auch mit vergangenen Situationen umgehen könnten.
>Und es wird gelehrt, wie Menschen ihre eigene Wahrnehmung, ihr eigenes Erleben selbst bestimmen können.
>All dies schafft Sicherheit.
>Nein, keine äußerliche Sicherheit. Denn passieren kann immer etwas.
>Was aber geschaffen wird ist eine innere Sicherheit. Die Sicherheit, mit den Dingen des Lebens in Zukunft umgehen zu können. So etwas wird auch Selbstvertrauen genannt.
>Dies versetzt die Menschen in die Lage, mit angstbesetzten Situationen umgehen zu können. Oft zuerst in Begleitung des Therapeuten. Später dann alleine.
>Die alten Erinnerungen, die alten Einschätzungen werden dadurch im Laufe der Zeit umgeschrieben. Aus "das ist gefährlich" wird ein "damit komme ich zurecht". Aus "ich kann nicht auf dem Baumstamm über den Bach gehen" wird ein "nun habe ich es schon hundert mal getan und es ist nichts passiert. Also wird es beim nächsten mal auch klappen".
>Aus einem tiefen Bedürfnis nach Selbstschutz und Kontrolle der eigenen Umwelt wird ein "ich komme mit den Dingen so zurecht, wie sie sind". Aus Versagen bei der Kontrolle der eigenen Umwelt wird Zuversicht, auch ohne diese Kontrolle sehr viel besser leben zu können.
>Durch Loslassen der alten, begrenzenden Vorstellungen kann das Leben angenommen werden.
>Und es können auch notwendige oder wünschenswerte Veränderungen vorgenommen werden.
>Das ist die einzige Form von Sicherheit, die ein Mensch erreichen kann.
>Und auch die sinnvollste, meint Ihr nicht?
>Liebe Grüße
>Ericzustimmend nickt ,weiss nicht ob ich es exakt genauso ausdrücken könnte aber es ist genau der Punkt
Selbst-achtung
Selbst-bewusstsein
(irgendwo habe ich mal etwas gelesen -"Angst fressen Seele auf" )oder so ähnlich , wenn man das nu umdreht ohne ängste kann die seele wachsen u
nachdenkliche Grüße
- Re: Sicherheit in der Therapie Eric 19.06.2011 02:19 (1)
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