Re: Flow: der Schlüssel zum Glücklichsein?

Geschrieben von wölfyn am 01. Mai 2009 22:34:28:

Als Antwort auf: Flow: der Schlüssel zum Glücklichsein? geschrieben von Eric am 01. Mai 2009 15:05:02:

upps,

seit langem ist meine Antwort mal wieder futsch,
hm...

Liebe Schotterblumen,
lieber Eric,

also Flow kenne ich sowohl aus der Literatur,als auch aus eigener Erfahrung,-für mich sind das Gefühle,die damit verknüpft sind,ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Meistens bin ich darin,wenn eine Tägigkeit,ein Zustand in dem Moment auch etwas in meinem Inneren widerspiegelt.Meist gehe ich darin auf,wie z.B.draußen fotografieren,mit geschlossenen Augen den Wind um die Nase wehen lassen,zu einem interessanten Thema recherchieren,kreativ sein..aber mitunter habe ich das auch beim Spülen,fast meditativ.Man vergißt oft dabei die Zeit.Ja,Hingabe hat damit sicher zu tun.
Mich würde natürlich interessieren,welches deine andere Methode ist!?

herzliche Grüße

wölfyn


>Liebe Schotterblumen,
>liebe Frozensoul,
>Glück im Sinne von Erfolg in Glücksspielen etc. sehe ich nicht unbedingt als das Thema, auf das es mir hier ankommt. Zumal solche Erfolge nicht unbedingt dazu führen, dass sich der Betroffene glücklich fühlt.
>Ob jemand sich gerade glücklich fühlt, lässt sich jedoch sogar messen, denn Mediziner haben herausgefunden, dass dann sog. "Glückshormone" im Gehirn ausgeschüttet werden und die von Dir beschriebenen körperlichen Veränderungen hervorrufen.
>Insofern glaube ich schon, dass das jeder Mensch gleich empfindet, wenn auch die Intensität unterschiedlich sein mag.
>Die Demoskopen aus Allensbach liessen es jedoch mit der reinen Umfrage, wer sich denn als glücklicher Mensch betrachtet, nicht bewenden, sondern fragten nach.
>Wie erwartet fühlten sich diese Menschen in den unterschiedlichsten Situationen glücklich.
>Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie sich dann in einem Zustand befinden, den Psychologen als "Flow" bezeichnen. Also das englische Wort für "Fluss" oder "fliessen".
>Dieser Flow tritt den Erkenntnissen der Forscher dann auf, wenn sich ein Mensch voller Hingabe einer Tätigkeit widmet. Er hat dabei das Gefühl des Fließens, also des nicht festhaltens.
>Dabei spielt es gar keine Rolle, welche Tätigkeit das ist. Ob Motorradfahren, basteln, Sport oder sogar der Beruf. Dabei spielt es wiederum keine Rolle, ob es sich um eine geistig anspruchsvolle oder eher einfache Tätigkeit handelt. Scheinbar paradox ist, dass Flow sogar dann auftreten kann, wenn derjenige gar nichts tut.
>Die Forscher fanden heraus, dass es dabei sehr wichtig ist dass die Tätigkeit nicht primär dazu dienen darf, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Motorradfahren um des Motorradfahrens willen beispielsweise. Dabei kann die Fahrt durchaus zum Einkauf in den Supermarkt führen, aber während des Fahrens spielt es im Bewusstsein des Fahrers im Flow keine Rolle, wohin die Fahrt geht. Genauso ist es im Beruf. Natürlich führt die Arbeit zu irgendwas, aber im Bewusstsein des Arbeitenden im Flow ist nur wichtig, die Arbeit auszuführen, mit voller Konzentration und Hingabe.
>Natürlich sind die von den Forschern beschriebenen Gegebenheiten nicht hinreichend, denn sonst müsste ja jeder Mensch bei jeder Tätigkeit (oder auch Untätigkeit) glücklich sein. Es gibt also offenbar weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es zu diesem Flow kommt.
>Ich selbst habe eine andere Methode, aber ich habe diesen Flow ausprobiert und es hat funktioniert.
>Besonders wichtig scheint mir dabei aber die Hingabe zu sein.
>Darüber, was das eigentlich ist, sollten wir vielleicht noch ausführlicher diskutieren.
>Was haltet Ihr davon?
>Liebe Grüsse
>Eric



Antworten:


• Schotterblume Thema des Monats •