Re: Gegenwart annehmen
Geschrieben von kleineRaupe am 04. März 2008 17:40:59:
Als Antwort auf: Re: Gegenwart annehmen geschrieben von DRSBo am 04. März 2008 13:25:53:
Hallo lieber Dirk :)
Ja, jeder Mensch nimmt sein Leben anders wahr, jeder Mensch hat auch seinen Rucksack zu tragen...du hast mich im Grunde auf einen guten Gedanken gebracht.
Wir betrachten das hier sehr einseitig, nur auf Missbrauch - Vergangenheit....und doch, im Grunde ist das um soviel vielfältiger als das nur darauf auszurichten.
Jeder Mensch hat trägt ja etwas mit, und für jeden ist es manchmal schwer, vergangenes loszulassen, sich an der Zukunft zu orientieren ;)Ich kämpfe nicht gegen meine Vergangenheit....ich versuche sie annzunehmen, mich mit ihr auseinanderzusetzen, Grenzen so zu erweitern und damit auch zu verarbeiten und wie ein Buch zuschlagen zu können und ins Bücherregal zu stellen, im Wissen es steht da, aber es beeinflusst mein Leben nicht mehr. Ich kann es jederzeit herausnehmen, anschauen, zuschlagen und wieder zurückstellen....
....und nein, du musst nicht scheigen....*Lächel* niemand soll schweigen müssen wenn er nicht schweigen möchte.
Hmmm mir fällt es nicht schwer, im Hier und Jetzt zu leben....ich selber verspüre Grenzen, doch ich bin wie gesagt froh diese zu spüren, weil ich sie so auch verändern kann.
Im Vergleich zu früher, waren mir diese Grenzen damals nicht bewusst...heute weiss ich es und genau mit diesem Wissen hab ich alles viel aktiver in der Hand.
Hmmmm und ist das Paket, dass wir mittragen wirklich viel schwerer, als das, welches andere Menschen zu tragen haben?
Muss man dies überhaupt vergleichen?
...ich meine dazu nein, weil es bringt niemandem etwas....es macht es dadurch nicht leichter, nicht schwerer, und sich mit schwerern Lasten zu konkurrenzieren, finde ich absourd *lächel*
Jeder Mensch, der sein Paket zu tragen hat, ist für ihn schwer, da es ihn sicherlich momentan in der Lebensqualität einschränkt, es hilft ihm aber nicht weiter, sein Paket mit dem eines andern zu vergleichen....wie geschrieben, es macht es nicht leichter, es bleibt gleich....daher, so ein Vergleich finde ich nicht sinnvoll :)Jeder Mensch, der mit sich selber arbeitet wird achtsamer sich selber gegenüber.....wenn er das möchte. Ich finde auch, dass dies für mich eine grosse Bereicherung ist, wenn ich auf die letzten 11 Jahre zurückblicke, so schlimm udn absurd das jetzt für manche klingen mag. Aber ich hab ganz ganz ganz viel lernen dürfen für mich selber und für mein Leben und ich werde auch noch weiterhin viel lernen können. Für mich gibt das Sinn im ganzen Unsinn.
Jemand hat mir mal gesagt, dass aus Durcheinander ganz viel neues entstehen kann......
Weisst du Dirk, was wäre wenn.....diese Frage, sie führt mich einfach nicht weiter. Es ist wie es ist...und ich kann nichts daran verändern...was ich aber kann ist für die Zukunft schauen, hier wieder Selbstverantwortung übernehmen.
Was wäre wenn....es würde mich nicht weiterbringen.....Jeder Tag, ich denke wenn man ihn nochmals erleben könnte, würde man sicher einiges anders machen, oder nicht? *schmunzel* also mir kommen da grad so sehr spontan doch einige Dinge in den Sinn :)
Dein Bild...mit dem Weg im Dauerlauf, oder mit kleinen sicheren Schritten, finde ich ein ganz schönes Bild, es heisst für mich vielleicht auch, dass manchmal "Mensch" zuviel zuschnell ereichen möchte, sich so auch arg unter Druck setzt....Ich für mich, ich merke es immer wieder, dass ich doch so manches lieber heute als morgen können möchte...und doch *schmunzel* es geht nicht. Mein Kopf möchte es, meine Gefühle sagen nein.
Es gibt Zeiten, wo ich es gut annehmen kann, es gibt Zeiten wo es mir schwer fällt....aber ich denke beides ist total ok :)Auch in meiner Familie war immer mal wieder Streit über Geld, weil ich ja auch "krank" bin, wo ich noch von meinen Eltern abhänig war, als Kind, hörte ich viel, dass ich die Familie runiniere...
Meine Familie lebt aber heute immer noch, und hmm ja Geld braucht es um zu leben...aber ich finde anderes viel wichtiger, viel zentraler.
Lieber wenig, aber doch viel haben....also viel haben und nichts haben ;) *schmunzel* das möchte ich nicht näher erklären...jeder kann da mal selber darüber nachdenken wenn er / sie mag.In absoluter Geldnot sein...ist dann wieder was anderes...und wie es du beschreibst Dirk, war es vielleicht in deiner Familie eher wirklich etwas wo gefehlt hat, so sehr, dass es deine Mutter so manchen Tag zur Verzweiflung brachte....auch das finde ich traurig und doch ist es leider Tatsache, dass viele dann noch weniger als wenig haben.
Medien zeigen schon Hektik und Druck...ja aber niemand zwingt mich da mitzumachen. Sicher...zu einem Teil eher unbewusst passt man sich an...und doch, nein, ich gehe meine Wege und nicht die Wege der Medien ;)
...ja ich kenne schon die Vorurteile über arbeitslose Menschen, doch da diese Generalisierung, die doch oftmals gemacht wird, da mitzugehen, das liegt wiederum an mir selber....ob ich das tue oder mir eine eigene Meinung bilde.
Hmm ist status wirklich wichtig? Ja, ich weiss Status ist wiederum etwas, was gesellschaftlich anerkannt ist, doch macht es einen Menschen wirklich glücklich.....Penner....ich mag den Ausdruck Obdachlose doch schon eher, oder Menschen, die auf der Strasse leben, weil Penner empfinde ich einfach schonwieder als sehr wertend.
Hmmm ich denke das ist wieder ein eigenes grosses Thema, was bringt Menschen dahin, ......
zu helfen.....weisst du, ich helfe gern, ich kaufe ihnen gern was zu essen....aber ich mag sie nicht darin unterstützen, indem ich ihnen Geld gebe...und sie es in Alkohol oder Drogen umwandeln, und traurige Tatsache ist, dass dies doch die meisten tun.......Hmm fällt es dir wirklich schwer im Hier und Jetzt etwas zu verändern oder veränderst du unbewusst nicht doch vieles?
Dieser Automatismus, von dem du schreibst, ist mir nicht ganz so unbekannt....er ist aber auch, wie du schreibst ein Schutz....und es geht lange, bis man einen Schutz verändern kann...step by step
...und ich denke allen Menschen geht es nicth jeden Tag gleich gut....das gehört einfach zum Mensch sein dazu ;)
Angst hat einfach 2 Gesichter...sie ist gut, weil sie auch Schutz bedeuten kann, doch zuviel Angst wirkt lähmend...auch das schwer zu verändern...aber auch das ist machbar ;) :) ...aber auch hab manchmal Tage, an denen ich dann sehr zweifle, doch bis jetzt ergab sich immer wieder einen Weg :)Ja, manchmal ist es ein Teufelskreis...und doch, hmm kann es sein, dass du dich grad in diesen Punkten auch arg unter Druck setzt? ....hmm auf jeden Fall fühlt sich das irgendwie grad für mich so an.....
Hmmm ich meinte weiter oben gelesen zu haben, dass du genau das geschrieben hast, mit sich selber unter Druck setzen, mit den kleinen Schritte....oder war es bei chupito wo du das geschrieben hast? ...also ich bin mir sicher ich hab so Worte von dir schon gehört gell ;)
Klar, manchmal treibt einen das schon fast in die Verzweiflung...aber hm ich finde es ist auch ok manchmal verzweifelt zu sein, weil das Leben ist durchaus nicht immer nur positiv...aber es ist einfach auch zu schön....es bietet soviel, immer wieder neue Chancen, neue Schritte die man wagen kann....
Wo du grad stehst...ich glaube das kannst nur du für dich richtig beantworten. Kein anderer kann das für dich tun....sie können dir vielleicht auber ihre Meinung dazu sagen, was sie wahrnehmen, du kannst aber nur allein für dich überprüfen, ob das so auch für dich stimmt :) ;)
Hey du *stups* *Mal lieb drück* wenn ich darf....ich lass dir einfach mal eine riesenportion Kraft hier und den Mut, immer wieder neue Wege auszuprobieren.
...ich weiss ich bin unverbesserlich ;)
mit ganz lieben Grüssen
kleineRaupe
- Re: Gegenwart annehmen DRSBo 04.03.2008 23:01 (3)
- Re: Gegenwart annehmen sehnsucht 06.03.2008 22:35 (0)
- Re: Gegenwart annehmen kleineRaupe 04.03.2008 23:32 (1)
- Re: Gegenwart annehmen DRSBo 05.03.2008 02:14 (0)