Re: Reiten auf dem moralischen Anspruch
Geschrieben von Jürgen Unendlich am 28. Februar 2010 18:28:52:
Als Antwort auf: Re: Reiten auf dem moralischen Anspruch geschrieben von Eric am 28. Februar 2010 15:35:36:
Hallo Eric,
ich möchte soviel vielleicht noch sagen: Die Kirche hat es nicht einfach mit mir. Insbesondere in diese Richtung auch .ich scheue nicht im geringsten Konfrontation auch in diese Richtung. Zum einen lass ich mir nicht die Butter vom Brot nehmen und zum weiteren geht es auch um andere Betroffene.Bitte habt Verständnis wenn ich diese Thema, zwar vlt von mir angestubst, ausgesprochen differenziert betrachte. Derzeit kann ich noch nicht einmal sagen in wie weit Du mit Deinen Argumenten liebe Eric, Recht hast, Richtungsmäßig ist meine herangehensweise glaube ich dennoch nicht unklug.
Manchma kritisier auch die große Politik, in eigener Sache fördere ich es aus genau dieser Richtung halt grade heraus. Was kommt unten beim Betroffnen an! Von mir ist oft erwartet worden mich zu ändern.......genau die Schreihälse die diese forderten.......nun sage ich das sie sich ändern mögen und hab mich auf diesem Weg aus meiner Herkunftsfamilie gelöst. Mein Leben ist dennoch ein Weg. Und ich erwarte nicht das es von null auf Hunderte eine Veränderung geben muss. So wie ich selber Zeit benötigte, möchte ich auch Zeit einräumen, ungern klar.
Ich habe durchweg den Eindruck da geschieht etwas. Mag sein das es noch nicht genug ist. Ich selber hab mich auch nicht von Heute auf Morgen ändern können.
Ich möchte jedoch kein Trittbrettfahrer in meinem Leben sein, und da erwarte ich auch von meinem Gegenüber. 300.000 Psychiatrie Ermordete zu Zeiten des dritten Reiches sprechen genau diese eigene Sprache. Einer brüllt und alle anderen stimmen dem bei.
Ich werde in meinem Leben nie eigene persönliche gewünschte Ziele erreichen. A) einmal bin ich Mensch, auch betrachte ich meine Ziele nicht als zwingendes Korsett. B) es wäre mir nicht harmonisch genug
Lieben Gruß
Jürgen-Unendlich
>Lieber Jürgen,
>es bringt ja nichts, über Vergangenes viel zu diskutieren und darum geht es bei der Diskussion ja auch nicht.
>Natürlich sind mit einer Entschuldigung die Folgen für die Opfer nicht beseitigt.
>Und ob jeder Betroffene seinem Täter verzeihen kann, müssen wir schon ihm selber überlassen.
>Es freut mich ja, dass Du offenbar auch von der katholischen Kirche Hilfe erfahren hast, aber es gibt nun mal Menschen, denen haben die "Leitlinien" von 2002 nicht geholfen, weil sie schlicht und einfach von den Bischöfen ignoriert wurden.
>Wichtig ist, was in der Zukunft passiert und da ist es mit der Glaubwürdigkeit der Aktionen der katholischen Kirche nicht zum besten bestellt, finde ich.
>Wie Du auf unserer Homepage erfahren kannst, hatten wir die Leitlinien von 2002 schon heftig kritisiert, weil wir sie nicht für glaubwürdig für die Zukunft hielten.
>Allerdings können wir nicht stolz darauf sein, mit unseren Zweifeln Recht behalten zu haben.
>Viel lieber wäre es mir gewesen, unsere Befürchtungen hätten sich als nicht zutreffend erwiesen.
>Bischof Zollitsch schreibt, Missbrauch wäre ein Gesamtgesellschaftliches Problem.
>Gut. Nehmen wir ihn beim Wort.
>Dann müssen die Täter sich doch auch gegenüber der Gesellschaft und deren Organe für ihre Taten verantworten.
>Sprich: der Staatsanwaltschaft gegenüber.
>Oder soll hier nur die Verantwortung für die Folgen auf die Gesellschaft abgewälzt werden, die Verantwortung der Täter aber ignoriert werden?
>Es gibt ein Sprichwort das besagt: "Aus Erfahrung wird man klug".
>Leider waren die bisherigen Erfahrungen mit den Versprechungen der katholischen Kirche nicht so, dass sie ein erneutes Vertrauen in gleichartige Versprechungen rechtfertigen würden.
>Die Reaktionen nicht nur von mir, sondern von vielen anderen mögen etwas schroff klingen, aber ich denke, dass jetzt nur noch Nachdruck etwas bewirken kann.
>Liebe Grüße
>Eric
- Re: Reiten auf dem moralischen Anspruch Eric 28.02.2010 19:28 (25)
- Re: Reiten auf dem moralischen Anspruch Jürgen Unendlich 01.03.2010 12:49 (24)
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