Forderungen an die katholische Kirche

Geschrieben von Eric am 01. März 2010 20:11:04:

Als Antwort auf: Re: Reiten auf dem moralischen Anspruch geschrieben von Jürgen Unendlich am 01. März 2010 12:49:24:

Lieber Jürgen,

im Prinzip sind unsere Forderungen ja auf unserer Homepage. Die beziehen sich zwar auf die Leitlinien von 2002, aber da hat sich ja prinzipiell nicht viel geändert und die Änderungen, die es gegeben hat, habe ich noch nicht.

Aber ich möchte das wichtigste noch einmal klar in Worte fassen:

  1. Ermittlungen nur durch die Staatsanwaltschaft
    Auch Firmen schalten bereits bei Verdacht auf Straftaten die Staatsanwaltschaft ein, weil die nicht nur Routine darin haben, sondern vor allem unabhängig sind. Vertuschungen sind so kaum möglich. Angesichts der Vertuschungen, die nachweislich stattgefunden haben, ist so etwas für die katholische Kirche unverzichtbar, finde ich
  2. Externes Know-How einbinden
    Bischof Zollitsch legte dar, dass Naivität die Ursache gewesen sei, dass er und seine Bischofskollegen geglaubt hatten, Kindesmissbrauchern brauche nur ins Gewissen geredet zu werden, dann würden die schon mit ihren Taten aufhören. Hätte man damals schon auf Experten gehört, wäre eine Fehleinschätzung dieser Tragweite gar nicht möglich gewesen. Damit so etwas nicht wieder vorkommt halte ich es für notwendig, externe Experten hinzuzuiehen. Beispielsweise Runde Tische wie der, den Bischof Zollitsch gerade abgelehnt hat.

Ich finde, solche Forderungen sind doch nicht unverhältnismäßig, oder?
Und sie sind doch auch nicht gegen die katholische Bischofskonferenz oder gar die katholische Kirche gerichtet, sondern würden dieser sogar zugute kommen.

Liebe Grüße

Eric



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