Re: Mitgefühl für jeden?

Geschrieben von Molly am 01. Mai 2012 10:37:10:

Als Antwort auf: Re: Mitgefühl für jeden? geschrieben von Eric am 30. April 2012 22:32:13:

Lieber Eric,
auch ich kann nicht so leicht zwischen Gut und Böse unterscheiden.

Als ich noch Teenager war hatten wir einen Spruch:
Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

Jeder Soldat, der in einen Krieg zieht, riskiert sein Leben und seine Seele, denke ich.
Jede Mutter sollte um ihre Kinder weinen, wenn sie sterben. Vielleicht ist es ein Trost für sie, wenn es für eine "gute Sache" ist, vielleicht aber auch nicht.

Ich weiß einfach nicht, wie ich dir das begreiflich machen soll. Jeder hat wohl seine Gründe etwas zu tun und ich hoffe, dass niemand einfach nur Böse ist, aber ich bringe es nicht auf mich jeder Rechtfertigung mit Mitgefühl zu begegnen.


>Liebe Molly,
>ich finde das sehr schade, dass Du an das Böse glaubst.
>Und dass Du Deinen Weg damit von diesem Bösen bestimmen lässt.
>Denn egal ob Du dem Bösen nun freiwillig nachfolgst oder es versuchst zu meiden, in beidem Fällen erlaubst Du ihm, Deinen Weg zu bestimmen.
>Außerdem: wie unterscheidest Du denn das Gute und das Böse?
>Nimm mal den Irak-Krieg. Dort definieren sich die US-Amerikaner und ihre Verbündeten als "die Guten" und die anderen sind nach deren Definition "die Bösen".
>Glaubst Du, es würde eine Mutter, die ihre Kinder in diesem Krieg verloren hat, trösten, wenn Du ihr sagst, dass diese ja von "den Guten" getötet wurden?
>Und wenn Du einmal in solch eine Situation kommen solltest, was ich Dir natürlich nicht wünsche, tut es Dir dann weniger weh, wenn Deine Kinder von "den Guten" getötet wurden, statt von "den Bösen"?
>Liebe Grüße
>Eric




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