Re: Lücken im Mitgefühl: die Folgen

Geschrieben von Eric am 09. April 2012 00:15:20:

Als Antwort auf: Re: Lücken im Mitgefühl: die Folgen geschrieben von tiegerkätzchen am 08. April 2012 18:32:31:

Liebe Tiegerkätzchen,

den Grundsätzen für eine Kindererziehung, die Du beschrieben hast, kann ich nur zustimmen.

Und Du hast recht: die Bezeichnung als Täter ist eine Pauschalverurteilung, die ich bewusst gewählt habe, wie die sonst übliche Pauschalverurteilung wohl von vielen als Normalität akzeptiert worden wäre:

Üblicherweise werden Kinder von manchen Eltern pauschal als "böse" bezeichnet, wenn sie etwas angestellt haben.

Auch das ist eine Pauschalverurteilung und sie kann die selbe Wirkung haben: das Mitgefühl mit dem Kind ist weg. Leider musste ich diese Form der Pauschalverurteilung von Kindern viel zu oft bei mir fremden Eltern erleben.

Und wenn selbst der Papst der katholischen Kirche in seiner Ostermesse diese Form der Pauschalverurteilung als etwas Erstrebenswertes bezeichnet, dürfte es für viele Menschen, die an ihn glauben, sehr schwer werden, sich diesem schädlichen Einfluss zu entziehen.

Denn leider kann eben doch ein einziges mal reichen, dass ein Mensch schlimmes tun kann, wenn sein Mitgefühl aussetzt. Eine Morddrohung einem 17-jährigen Jungen gegenüber ist übers Internet schnell geschrieben. Da reichen 5 Minuten, während der das Mitgefühl aussetzt.

Die Schäden, die das bei diesem Jungen anrichtet, können ihn lange Zeit belasten. Vielleicht sogar sein Leben lang.

Zum Glück hat nicht jedes Aussetzen unseres Mitgefühls gleich solch schlimme Konsequenzen. Wenn wir während dieser Zeit nichts schlimmes tun, kann es uns als Lehre und zur Umkehr dienen.

Nur leider setzt das Mitgefühl vieler Menschen regelmäßig immer wieder in der gleichen Situation, den gleichen Menschen gegenüber aus. Und viele bemerken das nicht.

Auch ich bin wie Du der Meinung, dass Mitgefühl kein Privileg ist, sondern etwas für jeden Menschen.

Liebe Grüße

Eric




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