Re: Antwort triggert

Geschrieben von Nadja am 11. Juni 2011 18:05:06:

Als Antwort auf: Re: Antwort triggert geschrieben von Eric am 11. Juni 2011 13:35:28:

Lieber Eric,

da stimme ich Dir zu. Jeder liest in solchen Geschichten etwas anderes, weil jeder ein Spiegelbild seiner Selbst sieht. zwinker
Wenn ich diese Geschichte erzählen würde, würde sie so lauten: grin

Ölmilliardär Rockefeller, der seine Umgebung ziemlich rigide zu kontrollieren suchte und seine Ziele gelinde gesagt sehr zielstrebig verfolgte, wurde eines Tages krank. Voller Angst zu sterben konsultierte er gleich mehrere Ärzte, aber keiner konnte ihm helfen.
Im Gegenteil: sein Zustand wurde immer schlimmer und eines Tages sagten ihm seine Ärzte, sie könnten ihm nicht helfen und er solle sich auf seinen Tod vorbereiten.
Irgendwann musste er einsehen, dass ihm seine ganzen Milliarden, seine Angestellten, seine Ärzte und sein Egoismus nichts halfen, und dass ihm auch seine rationalen Fähigkeiten nichts mehr brachten.
Endlich war er bereit, seine Emotionen, die er ein Leben lang verdrängt hatte, anzunehmen. Er entdeckte die Liebe zu seinen Mitmenschen.

Aber was geschah dann?
Seine Gesundheit verbesserte sich rapide und er wurde wieder gesund, zur großen Verwunderung seiner Ärzte.
Dabei war es sehr verständlich und logisch, dass er wieder gesund wurde. Denn er hatte aufgehört, seine Gefühle zu verdrängen, und konnte sie endlich zulassen. Verdrängte Gefühle dagegen können so krank machen, dass sogar die Gefahr besteht, zu sterben.
Er hatte endlich zu sich selbst gefunden und in der folgenden Zeit gründete er in seiner Heimat USA viele Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen, die heute immer noch seinen Namen tragen.

>Was also ist nun Vernunft?
Sich selber zu finden inklusive aller Gefühle und für andere da zu sein, ist für mich in jedem Fall Vernunft.

Wobei ich der Meinung bin, dass sich der Mensch als "Ganzes", der sowohl seine Vernunft als auch seine Emotionen akzeptiert, am besten schützen kann.

Liebe Grüße
Nadja

>Liebe Nadja,
>ich habe mich auch schon mit Geschichten von Menschen beschäftigt, die von Ärzten bereits aufgegeben wurden.
>Jeder liest in solchen Geschichten allerdings etwas anderes, weil jeder ein Spiegelbild seiner Selbst sieht.
>Für mich sehen alle diese Geschichten daher anders aus als für Dich.
>Denn ich sehe Menschen, die ihren oft lebenslangen Kampf angesichts des nahenden Todes endlich aufgegeben hatten. Die endlich statt nach außen nach innen sahen, sich selbst erkannten und dadurch wieder gesund wurden. Oder eben erstmals gesund wurden.
>Eines der prominentesten Beispiele ist der Ölmilliardär Rockefeller, der seine Umgebung ziemlich rigide zu kontrollieren suchte und seine Ziele gelinde gesagt sehr zielstrebig verfolgte.
>Eines Tages wurde er krank. Voller Angst zu sterben konsultierte er gleich mehrere Ärzte, aber keiner konnte ihm helfen.
>Im Gegenteil: sein Zustand wurde immer schlimmer und eines Tages sagten ihm seine Ärzte, sie könnten ihm nicht helfen und er solle sich auf seinen Tod vorbereiten.
>Irgendwann musste er einsehen, dass ihm seine ganzen Milliarden, seine Angestellten, seine Ärzte und seine Bemühungen um Selbstschutz nichts halfen und er ließ endlich los und nahm sein Schicksal schließlich an.
>Aber was geschah dann?
>Seine Gesundheit verbesserte sich rapide und er wurde wieder gesund, zur großen Verwunderung seiner Ärzte.
>Er hatte endlich zu sich selbst gefunden und in der folgenden Zeit gründete er in seiner Heimat USA viele Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen, die heute immer noch seinen Namen tragen.
>Was also ist nun Vernunft?
>Die Angst zu sterben und der Versuch, sein Leben zu schützen, der Rockefeller fast das Leben gekostet hatte oder das Annehmen des eigenen Schicksals, das Loslassen, sich selber finden und für andere da zu sein?
>Liebe Grüße
>Eric




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