Re: Von der Schwierigkeit, das von außen gesteuerte zu beenden
Geschrieben von Marah am 19. Dezember 2010 14:08:31:
Als Antwort auf: Re: Von der Schwierigkeit, das von außen gesteuerte zu beenden geschrieben von Eric am 18. Dezember 2010 00:17:58:
Lieber EricDanke für deine Antwort.
Ich mußte da erstmal ne Nacht drüber schlafen, bevor ich antworte.
Nööö, das Verhalten des Nachbarn bewerte ich nicht.
Macht man ja auch nicht, hab ich gelernt, begriffen, setz ich vorbildlich um
und predige ich natürlich auch anderenAber was mach ich ?
Und da versink ich mal eben im Boden.
Ich sehe den Schneeschieber und jammer, wüte, bin traurig
weil NUR ICH habe einen vor der Tür, nur mein Weg ist gebremst,
ich habe es schwerer wie alle anderen Nachbarn, mal eben mit de Füße Boden aufstapf.
Wegen meiner Kindheit, wegen dem was andere mir angetan haben, deshalb steht immer noch der Schneeschieber vor meiner Tür...........
Auch eine Bewertung, nicht wahr ?Ich stehe daneben, ich sehe mein Verhalten und sehe das es mir schadet, das ich es besser wissen müßte aber bekomme es nicht hin den blöden Schneeschieber beiseite zu räumen.
Ich schmeiß mich lieber wie ein bockiges Kind auf den Boden und gehe keinen Schritt weiter.Vielleicht sollte ich noch mal drüber nachdenken, das auch das eine Bewertung ist.....
wo ich doch Bewertungen so genau bei anderen sehe und darauf hin weise.Das ist jetzt keine Übung die ich leicht empfinde, weil mein Inneres Kind hat starke Argumente
das es Recht hat aber ich denke du hast den Punkt gut getroffen.Liebe Grüße von Mara
>Liebe Marah,
>als ich gestern Deine Frag las, wie Du es schaffen könntest Deine Gefühle loszulassen hatte ich erst einmal das Gefühl, vor einer Mauer zu stehen. Mein ganzer Weg lag vor meinen Augen und ich dachte, das kann ich niemals schreiben.
>Heute kam mir eine Mail von einem lieben Menschen zu Hilfe, mit dem ich vor ein paar Tagen auch über ein ähnliches Thema gesprochen hatte und der mir schrieb, wie gut das funktioniert, was ich ihm geraten hatte.
>Es ging da um das Thema Bewertungen. Und zu diesem Thema kann man sehr wohl eine Übung praktizieren.
>Viele unserer Emotionen hängen an Bewertungen.
>Nehmen wir mal an, vor Deiner Tür liegt jeden Tag der Schneeschieber, quer über die Tür.
>Du musst jeden Tag den Schieber wieder an die Seite stellen und - ja, was?
>Regst Dich vielleicht drüber auf, weil der schon wieder quer vor der Tür liegt?
>Dann kommen vielleicht noch weitere Bewertungen, die Du Dir vorstellen könntest, nämlich dass Dein Nachbar den vielleicht absichtlich vor die Tür gelegt hat, nur um Dich zu ärgern. Dann die Bewertung, dass der was gegen Dich hätte und die Frage, weshalb. Und so weiter und so weiter. Das kann eine riesig lange Kette von negativen Gedanken geben und ich glaube, wir alle kennen diese Ketten.
>Nehmen wir mal eine alternative Bewertung oder eben nicht-Bewertung, die wir vielleicht erst mal üben müssen.
>Stell Dir vor, Du machst die Tür auf und der Schneeschieber liegt quer davor.
>Deine einzigen Bewertungen sind:
>"Aha, da liegt der Schneeschieber" und "der muss da weg, weil ich sonst drüber stolpere".
>Und Deine Reaktion wäre, das Ding zu nehmen und neben der Tür abzustellen.
>Wenn es sein muss jeden Tag wieder, ohne weitere Bewertungen dran zu hängen.
>Welche Emotionen hättest Du dann?
>Keine, oder?
>Deine Emotionen wären befreit, und zwar schon im Entstehen, denn die sind gar nicht erst entstanden.
>Diese Vorgehensweise lässt sich auf alle Lebensbereiche anwenden, aber sie erfordert sicherlich Übung, ganz besonders am Anfang.
>Und sie kann Raum schaffen für die positiven Emotionen, die wir aber auch nicht festhalten dürfen, sondern ihnen einfach gestatten, da zu sein.
>Liebe Grüße
>Eric
- Re: Von der Schwierigkeit, das von außen gesteuerte zu beenden Eric 19.12.2010 15:13 (1)
- Re: Von der Schwierigkeit, das von außen gesteuerte zu beenden Marah 19.12.2010 15:44 (0)