Re: Was habe ich versäumt?

Geschrieben von tiegerkätzchen am 18. November 2010 10:34:32:

Als Antwort auf: Re: Was habe ich versäumt? geschrieben von Eric am 18. November 2010 02:13:58:

lieber eric
als ich deinen text gelesen hab mußte ich stutzen.
du mußt vorab vllt. wissen das wir (mein mann und ich) aufgrund unserer probleme eine familienhilfe haben und ein elterntraining besuchen bzw. besucht haben.
du hast geschrieben das kinder sich unbewußt entscheiden und soweit stimme ich dir zu, allerdings entscheidet sich ein unterdrücktes kind meiner meinung nach und auch nach dem was ich aus dem elterntraining gelernt habe nicht dazu stark zu sein sondern stark zu tun und seine angst zu überspielen.
nach dem motto: kämpfen oder fliehen und wer flieht ist schwach und wird gehetzt.
klar eine bewuste oder auch erlernte situation resultierend aus dem familienumfeld, aber eben resultierend daraus.
ich denke nicht das ein kind bewusst die möglichkeit hatt sich für etwas anderes zu entscheiden wenn es so groß wird.
ok, später wenn es erwachsen ist erweitert sich auch der blickwinkel und trotzdem wird das erwachsene kind in stress situationen wahrscheinlich immer wieder in die alte struktur zurückverfallen wenn es nicht langwierig daran arbeitet. das finde ich ist dann eine entscheidungsmöglichkeit, aber eben nicht als kind sondern erst im erwachsenen alter wenn man es schafft das zu sehen und auch einzusehen.

lieben gruß
tiegerkätzchen

>Liebe Helena,
>Kinder haben sicherlich nicht unbedingt eine Vorstellung davon, was eine Perspektive ist.
>Oftmals leben sie halt einfach in den Tag hinein, ohne langfristige Perspektive.
>Und das ist ja auch nicht unbedingt etwas verkehrtes, denn schließlich sind es ja Kinder.
>Auch ein Kind, das von seinen Eltern die Botschaft bekommen und auch verinnerlicht hat "ich bin unfähig", wird trotzdem seine Perspektiven suchen. Das muss ja gar nicht bewusst passieren, sondern geht eigentlich automatisch.
>Welche Perspektive wird sich so ein Kind suchen?
>Vieleicht "ich bin stark"?
>Gerade unter Jugendlichen, die in einem nicht intakten familiären Umfeld aufgewachsen sind, ist so eine Perspektive ja nicht selten. Leider wird sie dann oft in Form von Gewalttätigkeit ausgelebt.
>Wie auch immer wir sie bewerten wollen oder auch nicht bewerten: eine Perspektive ist es wohl.
>Wohin sie führt, das steht wieder auf einem anderen Blatt, aber auf dem selben Blatt stehen eigentlich alle Perspektiven. zwinker
>Leiden wird ein Mensch aber immer. Denn die Ursachen lassen sich gar nicht vermeiden. Beispielsweise, wenn ein naher Verwandter oder Freund stirbt. Oder durch Krankheiten, vor denen wir alle nicht gefeit sind.
>Jedoch lässt sich dieses Leiden verringern, indem die Ursachen erkannt und aufgelöst werden.
>Wer beispielsweise nicht an Besitz anhaftet, der wird auch nicht unter dem Verlust von Besitz leiden.
>Oder wer trübes Wetter nicht als etwas schlechtes definiert, der wird auch nicht drunter leiden. Das hast Du selbst ja sehr schön aufgeführt. zwinker
>Im Endeffekt lässt sich Leiden meiner Ansicht nach vollständig aufheben, aber das ist ein langer Weg und erfordert viel Arbeit an sich selbst.
>Liebe Grüße
>Eric




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