Re: Was Chancen vorausgeht
Geschrieben von Eric am 10. Juni 2010 20:11:56:
Als Antwort auf: Re: Was Chancen vorausgeht geschrieben von raschida am 10. Juni 2010 07:01:26:
Liebe Raschida, in Deinen letzten Postings schriebst Du, Du müsstest Deine Täteranteile in Deine Persönlichkeit integrieren, um andere Menschen besser als Täter oder nicht-Täter einordnen zu können.
Das klingt erst mal ganz logisch und sinnvoll.
Jedoch gibt es ja auch den Mechanismus der Projektion, wie Du ja wahrscheinlich weißt.
Diese Projektion lässt uns unsere eigenen Anteile auf andere Menschen projizieren.
Wir erkennen also diese anderen Menschen nicht so wie sie sind, sondern da sind immer Eigenschaften von uns selbst dabei, die diese Personen oftmals gar nicht haben.So etwas kann ein Mensch verringern aber nicht ganz vermeiden, wenn er seine Täteranteile auflöst, aber wenn er sie in die eigenen Person integriert läuft er Gefahr, irgendwann diese Anteile dadurch zu bekämpfen, dass er seine Mitmenschen bekämpft, auf die er diese, seine eigenen Eigenschaften projiziert.
Das ist der sehr gefährliche Weg, den ich ansprach.
Wenn Du nun schreibst, Dein Vater wollte immer bestimmen, wann geschwiegen wird, dann läufst Du Gefahr, das selbe "in grün" zu machen, indem Du bestimmst, wann geredet wird.
Menschen als Täter oder nicht-Täter zu klassifizieren ist ja auch schon eine Form der Bestimmung, nicht wahr?
Deswegen ist es mir wichtig, Dich auf solche Zusammenhänge aufmerksam zu machen.
Denn nur wenn Du Dir der Gefahr bewusst bist hast Du die Chance, ihr auszuweichen.Liebe Grüße
Eric
- Re: Was Chancen vorausgeht raschida 10.06.2010 23:28 (0)