Re: Was Chancen vorausgeht

Geschrieben von raschida am 10. Juni 2010 07:01:26:

Als Antwort auf: Re: Was Chancen vorausgeht geschrieben von Eric am 10. Juni 2010 00:10:44:

hi,

hmmmmm.........deine sichtweise ist mir mal wieder sehr sympathisch lieber eric. Genausowenig wie es nur krankheit oder nur gesundheit gibt, sowenig gibt es auch nur Täter oder nur Opfer. Kein hell ohne dunkel und so weiter und so weiter.
Soweit kann ich dir auch noch folgen.
Aber ich selber habe doch gespürt, als die tiefe Erschütterung bei mir war, als mir bewusst wurde dass mein eigener Vater mir schlimmes angetan hat. Ich habe ihn in mir gespürt,....konnte meine Ablehnung spüren und hatte das Gefühl mich in den folgenden stunden von verschiedenen empfindungen verabschieden zu "müssen". Ja, es war mir, als schüttelte es mich und plötzlich entstand eine Leere, wo früher etwas in mir war, was mich an ihn erinnerte. Ich kann es schwer erklären.....es war als würde ich es aus meinem körper weghaben wollen.
Es war wie ein natürliches bedürfnis, dem ich ganz einfach nur nachging.

Wenn ich heute zurückblicke, dann kann ich schon damit leben, dass mein aussehen ihm sehr sehr ähnlich ist, oder dass ich andere Ähnlichkeiten habe in haltung und Bewegung. Aber sein feiges ins sich zurückziehen, sein feiges "nach aussen hin ruhe zu vermitteln", sein feiges "schweigen",....dass bin ich nicht bereit zu übernehmen.......und das ist jetzt vermeidung?.....ich drohe dann so zu werden wie er, der immer bestimmen konnte, ob geschwiegen wird oder nicht? ich versthe das nicht.
Mein wesen ist offen, ich bin ich, wenn ich anderen menschen ins gesicht sehe, mich freue und meine natürliche "freundlichkeit" in die welt tragen kann.Alles das hat nichts, aber auch garnichts mit den eigenschaften meines vaters zu tun und damit bin ich fröhlich und glücklich für zahlreiche kurze momente in meinem leben.
Ich lehne es ab, wie es seine art war, aufbrausend und bestimmend zu sein, angsteinflössend sich respekt verschaffend oder blendend solidarisch sich hinstellend. Ist das jetzt vermeidung,....? Ich spüre doch ganz deutlich, dass ich da weiterkomme mit hilfe der kommunikation, wo es bei ihm aufgehört hat. Ist es nicht auch so, dass wenn ich Täteranteile in mir erkenne, dass ich sie auch neutralisieren kann bzw sie anders formen oder sich entwickeln lassen kann?

Ich finde die materie mal wieder äusserst kompliziert muss ich sagen. Ich will doch nur ein natürlicher mensch sein,der wenn, nur guten einfluss auf andere, in der lage ist, auszuüben.
Menschen wie mein vater gewesen ist, sind der meinung, dass sie mit list und tücke, einen jeden menschen dahinbekommen, wo sie ihn hin haben wollen.Darunter habe ich immer gelitten wie hund. Eine solche art und weise lehne ich ab und ich bin nicht bereit soetwas zu praktizieren. Meine art ist offen, ich sage was ich denke und lasse mich von meiner inneren stimme leiten. Ist das jetzt vermeidung?,....oder habe ich durch sein schlechtes "Vorbild", als mensch dadurch die möglichkeit erhalten, mich dahin zu wenden, es anders zu machen, weil ich als mensch einen "freien willen" besitze?

gruss raschi




Antworten:


• Schotterblume Thema des Monats •