Macht?

Geschrieben von Eric am 05. Mai 2010 21:43:38:

Als Antwort auf: Re: im kleinen wie im grossen geschrieben von raschida am 05. Mai 2010 07:48:28:

Liebe Raschida,

niemand kann einen anderen Menschen daran hindern, sich selbst zu erkennen.
Weil dazu nichts notwendig ist außer die Bereitschaft, es zu tun.

Es wir aber trotzdem versucht, natürlich.
Und wenn die Versuche gelingen, Opfer davon zu überzeugen, dass es so etwas wie Macht wirklich gibt, dann wird sein Blick von sich selbst weg in die gewünschte Richtung gelenkt.
Dann hat dieser Versuch vielleicht Erfolg, den Menschen davon abzuhalten, seine Freiheit zu finden.

Du fragst, ob Banker Macht haben.

Wenn sie das so sehen, dann haben sie keine Macht.
Denn Macht zu haben bedeutet vor allem eines: sich ohnmächtig fühlen.
Ohne den Begriff der Ohnmacht hat der Begriff der Macht keinen Sinn, weil beide Bestandteil von ein- und demselben Dualismus sind.

Wer nach Macht strebt, macht sich selbst zur Marionette.
Die Fäden, die ihn steuern, spinnt er sich selbst.
Der Name dieser Fäden ist Macht.
Er erliegt der Illusion, dass es ja dann die anderen sein müssten, die an diesen Fäden ziehen und strebt danach, zu einem dieser anderen zu werden.
Aber dadurch ändert sich nichts.
Weil er nicht erkennt, dass er sich nur selbst mit diesen Fäden fesselt.

Liebe Grüße

Eric



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