Re: Vordergründig-Hintergründig

Geschrieben von Marah am 12. Oktober 2009 20:17:00:

Als Antwort auf: Re: Vordergründig-Hintergründig geschrieben von Helena am 12. Oktober 2009 18:10:06:


Liebe Helena

Ich habe mich in den was du schreibst auch sehr wiedergefunden.
Ich bin gut darin passende Worte zu finden, an der Umsetzung habe ich dann aber schon zu knabbern und arbeiten.
Aber ich bin nicht mehr so wütend auf mich, weil ich eher Grenzen ziehe und ich glaube Bewußtsein ist der erste Schritt etwas zu ändern.
Das Gefühl habe ich schon in einer Situation, ich mache mich eher hinterher ganz gerne nieder, War ich zu hart, ungerecht usw.
Und ich fühle mich so alleine, weil nicht jeder mich verstehen kann.

Und deshalb nehme ich deinen ersten Satz heute als mein positives Erlebniß und das schöne Gefühl das auch noch andere Menschen so empfinden.Dann fühle ich mich nicht so alleine.

Liebe Grüße von Mara

>>Liebe Marah,
>hab vielen Dank für Deine Antwort, beim Lesen kam es mir so vor, als schaue ich in einen Spiegel. Du hast die passenden Worte gefunden, um die ich so oft noch ringen muß. Auch bei mir ist es schon besser geworden, nur falle ich häufig in ein altes Muster zurück, das des angepaßten Kindes nämlich, auch aus der Angst heraus, jemandem vielleicht Unrecht zu tun. Aus der Erfahrung, zu Unrecht für vieles bezichtigt worden zu sein, und die Schuldzuweisungen, (als Kind) verantwortlich für das Unglück anderer zu sein, resultiert heute noch meine Vorsicht und auch ein Mißtrauen anderen Menschen gegenüber. Ich weiß oft nicht, ob mit mir ehrlich umgegangen wird und muß mir auch immer wieder die Frage stellen, ob ich ehrlich mit anderen umgehe. Ich habe noch zu selten direkt ein Gefühl zu einer Situation, Gedanken sind viel präsenter.
>Immer wieder erspüren, ob etwas einem selbst gut tut, oder nicht, ist ganz wichtig, um bei sich zu bleiben, jeden Tag ein bißchen mehr und sich das Recht zu nehmen, NEIN zu sagen, ohne Rechtfertigung, das ist soooo anstrengend und doch so heilsam. Und all die Tage, an denen das bereits ging, gehören zu schönen Erinnerungen. Eigentlich kann uns nichts (mehr) passieren, wenn wir auf diesem Weg weitergehen, was mein(s)t du/ihr?
>Herzlichst Helena



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