Re: Vordergründig-Hintergründig

Geschrieben von Helena am 12. Oktober 2009 18:10:06:

Als Antwort auf: Re: Vordergründig-Hintergründig geschrieben von Marah am 11. Oktober 2009 17:06:58:

>Liebe Marah,
hab vielen Dank für Deine Antwort, beim Lesen kam es mir so vor, als schaue ich in einen Spiegel. Du hast die passenden Worte gefunden, um die ich so oft noch ringen muß. Auch bei mir ist es schon besser geworden, nur falle ich häufig in ein altes Muster zurück, das des angepaßten Kindes nämlich, auch aus der Angst heraus, jemandem vielleicht Unrecht zu tun. Aus der Erfahrung, zu Unrecht für vieles bezichtigt worden zu sein, und die Schuldzuweisungen, (als Kind) verantwortlich für das Unglück anderer zu sein, resultiert heute noch meine Vorsicht und auch ein Mißtrauen anderen Menschen gegenüber. Ich weiß oft nicht, ob mit mir ehrlich umgegangen wird und muß mir auch immer wieder die Frage stellen, ob ich ehrlich mit anderen umgehe. Ich habe noch zu selten direkt ein Gefühl zu einer Situation, Gedanken sind viel präsenter.
Immer wieder erspüren, ob etwas einem selbst gut tut, oder nicht, ist ganz wichtig, um bei sich zu bleiben, jeden Tag ein bißchen mehr und sich das Recht zu nehmen, NEIN zu sagen, ohne Rechtfertigung, das ist soooo anstrengend und doch so heilsam. Und all die Tage, an denen das bereits ging, gehören zu schönen Erinnerungen. Eigentlich kann uns nichts (mehr) passieren, wenn wir auf diesem Weg weitergehen, was mein(s)t du/ihr?
Herzlichst Helena
>Liebe Helena
>Das kenne ich gut.
>Ich versuche es für mich so zu lösen, das ich mir treu bleibe, zu mir ehrlich bin, bzw. es versuche.
>Ich habe von klein auf eingeredet bekommen, das ich so wie ich bin nicht richtig bin, das ich nicht liebenswert bin,
>das ich alles Schlechte was passiert ist "verdient" habe.
>Ich habe jahrelang als Erwachsene immer versucht zu erspüren was will der andere und versucht das zu erfühlen um dann irgendwann auch mal liebenswert zu werden.Hat natürlich nichts gebracht.
>Ich erkenne mittlerweise sehr schnell solche Menschen und ich versuche immer wieder bei mir zu erspüren ob es für mich ok ist und setzte eher Grenzen oder spreche die Dinge offener aus.
>Das ist immer wieder auf´s Neue schwer für mich, in mir drin bin ich verunsichert, leide wenn sich jemand abwendet, suche die Schuld bei mir usw.
>Aber es klappt immer besser und die die dann bleiben nehmen mich dann auch so wie ich bin.
>Um bei den positiven zu bleiben.
>Es gibt Menschen um mich die mich genauso wie ich bin respektieren und gerne haben.
>Und ich traue mich immer mehr so zu sein wie ich bin.
>Einen schönen Sonntag wünscht euch und dir Helena noch, Mara



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