@Arkei @Raschida

Geschrieben von Eric am 28. September 2009 00:54:03:

Als Antwort auf: Re: Wahlen werden eh überbewertet geschrieben von raschida am 27. September 2009 22:25:44:

Hallo Ihr beiden,

@Arkei:
Nun, die meisten Mitarbeiter der Parteien machen ihre Arbeit ehrenamtlich, glaube ich.
Auch die Wahlwerbung. Es kann also auch Werbung sein, wenn nicht dafür bezahlt wird.

Und natürlich ist es auf Vereins- Seiten nicht verboten, über Parteipolitik zu diskutieren.
Nur ist es eben für unseren Verein nicht das Thema.

Deswegen habe ich in meiner Antwort eben die Aspekte berührt, die schon unser Thema berühren, nämlich beispielsweise Eigenwahrnehmung, Ursache und Wirkung und Verantwortung.

@Raschida:
Ich finde das nicht schlimm, auch über solche Themen zu diskutieren.
Dafür ist ein Diskussionsforum ja eigentlich auch da.

Frust über Politik und die gewählten Parteien hat ja schon recht viel mit Frust zu tun, der in Folge einer Traumatisierung entsteht.

Traumatisierte Kinder haben ja bekanntlich nicht allzu viele Bewältigungsstrategien, aus denen sie auswählen können. Viel weniger als ein erwachsener Mensch. Also nimmt das Kind eine, die es in der jeweiligen Situation als hilfreich empfindet. Im Erwachsenenalter werden genau dieselben Strategien immer noch angewendet, werden dann aber hinderlich, weil die Traumasituation ja eigentlich vorbei ist.

Das führt natürlich auch zu Frust, weil die antrainierten Bewältigungsstrategien nicht zum erhofften und erwünschten Ziel führen.

In der Politik ist so etwas auch zu beobachten.
Die nach meinem Empfinden am häufigsten gebrauchten Sätze im Wahlkampf beginnen mit:

"WIR WOLLEN..."

Was dann gewollt wird ist austauschbar, aber es sollen damit Wähler angelockt werden, die das gleiche wollen.
Nur kommt es eigentlich gar nicht drauf an, was die Parteien wollen.
Denn der Weg, der dann zur Erreichung dieses Ziels eingeschlagen wird führt leider oft ganz woanders hin, nicht zu dem was sie wollten.

Wichtig ist eigentlich, was sie mit ihren Handlungen BEWIRKEN, nicht wahr? zwinker

Es ist wie im Straßenverkehr: der Weg von A nach B führt oft genug erstmal in die entgegengesetzte Richtung, weil Straßen eben nicht jeden Punkt auf gerader Linie mit jedem anderen Punkt verbinden.
Im Leben ist das ganz genauso.

Nur wer eben nicht bereit ist, auch mal ein Stück in die entgegengesetzte Richtung zu fahren, wird Probleme haben das gewünschte Ziel zu erreichen und bei dem entwickelt sich Frust.

Und genauso ist es ja auch in der Traumatherapie, gelle?

Liebe Grüsse

Eric



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