Re: Wie entsteht emotionale Blindheit?

Geschrieben von mal so zwischenspringende raschida am 12. August 2009 19:11:53:

Als Antwort auf: Re: Wie entsteht emotionale Blindheit? geschrieben von Eric am 10. August 2009 22:36:31:

>Liebe Sehnsucht,..............RE Hi Eric

>ich möchte Dir schreiben, was mir selbst zu den von Dir angesprochenen Punkten einfällt.
>Sicher gibt es da noch mehr Interpretationsmöglichkeiten.
>Punkt 5:
>Da fallen mir gleich mehrere Dinge ein. Missbrauchte Kinder oder Kinder mit Gewalterfahrungen sind auch oft "schwierige" Kinder. Sie zeigen Verhaltensauffälligkeiten. Andere Menschen sind nur allzu leicht bereit, die Gewalt gegen die Kinder mit dem schwierigen Verhalten zu rechtfertigen. So wie es allgemein Menschen gibt, die Gewalt rechtfertigen. Meiner Ansicht nach ist jedoch Gewalt nicht zu rechtfertigen.
RE
Ob bewusst, oder emotional blind,die Schuld kriegen die kids aufs Auge gedrückt:
"ein Klaps auf dem Po kann nich schaden", "eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet","dann hol ich den Gürtel aus dem Schrank", alles Aussagen,die auch allenernstes verbreitet werden.Nur wenige Eltern, denk, hegen den tiefen Wunsch ein Kind gewaltfrei zu erziehen."Es gehört eben dazu".Mütter , Väter,selbst vllt betroffen, versuchen garnicht, Gewalt,ob psychisch oder physisch zu definieren.
Stehts nich schon in der Bibel(hab gehört), dass Züchtigung der Kinder die Aufgabe der Eltern ist?
Dann is das Kind eben "missraten","eben ein bischen anders","nicht für die Arbeit geboren","hat eine andere Art zu leben","denkt nur an sich",
"ist egoistisch", "hat einen schlechten character","fällt aus dem Rahmen" und und und.

Ich hab die Definition grad nich greifbar,hab nur behalten,dass das, was Gewalt erlebt wird, auch Gewalt ist.(Nur am Rande)

>Ein anderes Argument wäre das, dass junge Mädchen sich ja gerne als ziemlich erwachsen präsentieren, sich so anziehen, schminken usw. Das läuft dann wieder in die alte Schiene, diese seien ja selber Schuld, wenn sie Missbraucht würden, weil sie die Männer reizen würden. Der Täter wird also durch so eine Argumentation quasi freigesprochen.
RE:
Zitiere den Satz einer starken Frau:
Und ist der Minirock auch noch so kurz,keiner hat mich anzupacken, wer das tut, der ist weniger wert, als der Dreck unter meinen Nägeln.
Ich bin fest davon überzeugt, dass, wenn jede Mutter ihrer Tochter diesen Satz vermitteln könnte, weil sie selbst dran glaubt, dann wären alle Töchter in relativ schneller Zeit fit zum "Nein" sagen.

>Da sind wird dann auch gleich beim Punkt 15.
>Zudem findet Missbrauch ja ziemlich oft ohne körperliche Gewalt statt. Dies wird dann damit gerechtfertigt, das Kinder hätte das ja auch gewollt und es wäre teil der infantilen (d.h. kindlichen) Sexualität. Dass die Kinder von Erwachsenen manipuliert und in ihrer normalen Entwicklung gehemmt werden, wird dabei ignoriert.
RE:
auf den Punkt gebracht:Ist das hier der beschriebene "lLolita-Effekt" von Freud,der jahrzehntelang Täter entschuldigte?
denk schon

>Punkt 18:
>Wenn Du mal auf unsere Homepage guckst wirst Du etlichen Bilder sehen, die als Teil der Aufarbeitung des eigenen Missbrauchs entstanden sind. Diese sind künstlerisch sehr wertvoll und die Gesellschaft sieht manchmal nur diesen künstlerischen Wert. Würden diese Menschen darüber nachdenken, wie und weshalb diese Bilder entstanden sind, würde ihnen der gesamte Missbrauch vor Augen geführt.
>Meiner Meinung nach ist die Kreativität vieler berühmter Künstler auf deren eigene Traumatisierung zurückzurühren. Oder weshalb sollte sich van Gogh ein Ohr abgeschnitten haben? Bestimmt nicht, weil es ihn so gut ging.
RE:
Ja, jubel, wollte scho immer die wahre Bedeutung von Märchen verstehen. Die Interpretationen von der Omma fand ich immer doof.
Beethoven, Mozart, war es nich auch ne Höchstleistung, was sie komponierten?

>Ich hoffe, ich konnte ein bissel zur Aufklärung beitragen.
>Liebe Grüsse
>Eric
RE:
liebe Grüsse un ganz fröhliches weitergrübel und find ,dir,
deine Raschida



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