Re: wo ist die Grenze?

Geschrieben von Eric am 28. Juni 2008 19:23:48:

Als Antwort auf: Re: wo ist die Grenze? geschrieben von Alina am 27. Juni 2008 22:35:59:

Hallo liebe Alina,

das dualistische Denken bringt durchaus eine Projektion der eigenen Persönlichkeit hervor, die von der Umwelt und der Denkweise der Umwelt geprägt ist, wie Du schon geschrieben hast.

Ich stimme Dir auch zu, dass Emotionen die Ausprägung von dualistischem Denken u.U. sehr stark vorantreiben können und auch, dass sie bei vielen Lösungsansätzen im Wege stehen, ja sogar in sich widersprüchlich sein können und daher vieles blockieren können.

Daneben gibt es aber auch Beschränkungen des dualistischen Geistes, die dieser aus sich selbst hervorbringt.
Beispielsweise, dass er auf der Suche nach einer Lösung meist auf bestehende Gedankenmuster und Lösungsschablonen zurückgreift und sich daher sehr schwer tut mit Lösungen, die abseits dieser Schablonen liegen.

Es gibt aber einen Teil unseres Selbst, der sich nicht erst im Kontakt mit der Umwelt entwickelt hat und der von vorneherein nicht den Beschränkungen des dualistischen Denkens unterliegt.
Er unterscheidet nicht zwischen Wahrnehmendem und Wahrgenommenem.

Und er liefert Antworten auf Fragen, die das dualistische Denken nicht liefern kann.
Beispielsweise auf die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Du hattest schon Kontakt mit diesem Teil Deines Selbst, denn Du hast das Licht gesehen.

Das war sicher ein erleuchteter Augenblick, aber um vollständig erleuchtet zu sein müsstest Du ständig in Kontakt mit diesem inneren Kern sein. Ich selber bin natürlich auch noch lange nicht so weit.

Aber es geht ja vielleicht auch erstmal noch nicht darum, vollständig erleuchtet zu sein.
Selbstverwirklichung zu erlangen ist doch auch ein wichtiges Ziel, und das liegt sehr viel näher.

Und da wird dieses nichtdualistische Denken wieder wichtig. Man könnte es auch "Gewahrsein ohne festzuhalten" nennen. Denn es integriert Denken und Fühlen, hält aber nicht den den Emotionen fest, sondern befreit diese.
Ohne Emotionen ist das nicht zu erreichen, denn wie könntest Du Dich sonst frei fühlen?

Auch wenn Du jetzt vielleicht der Meinung bist, die Emotionen die dafür notwendig sind nicht zu besitzen, ist das aber nicht wirklich der Fall.
Spätestens dieser innere Kern den Du auch schon erkannt hast, bringt diese Emotionen mit sich selbst.

Kannst Du Dich noch daran erinnern, wie Du Dich fühltest, als Du das Licht gesehen hast?
Lass Dich nicht abschrecken von vielleicht vorhandenen negativen äusseren Gegebenheiten oder Emotionen, die sich in Deiner Erinnerung vielleicht vordrängen.
Das Licht selber, welche Emotionen brachte es mit sich?

Liebe Grüsse

Eric



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