Re: Was ich unter Selbstverantwortung verstehe
Geschrieben von DRSBo am 06. Februar 2008 21:17:56:
Als Antwort auf: Re: Was ich unter Selbstverantwortung verstehe geschrieben von sehnsucht am 06. Februar 2008 16:48:04:
Hallo nochmal
>für viele, denen es sehr schlecht geht, die unter der selbstverantwortung zusammenbrechen, ist das das beste was sie tun können. dadurch, dass sie die verantwortung abgeben, haben sie entlich die möglichkeit, wieder zur ruhe zu kommen. sie haben die möglichkeit zu sehen, dass entscheidungen die für sie entschieden werden gut für sie sind. sie haben dann die möglichkeit in ihrem tempo langsam lernen wieder selbst schritt für schritt selbst einen teil der verantwortung zu übernehmen, ohne sofort wieder total überfordert zu werden. bis sie allmählich in der lage sind ihre alleinige verantwortung zu übernehmen.Dass sehe ich genau so liebe Sehnsucht.
Oft geht es auch nicht anders wie Du es gut beschrieben hast, dieser " Druck " ist oft zu groß.
Wenn ich daran denke wie oft ich mir selber Vorwürfe mache, ich bin doch für mich auch selber verantwortlich aber dann auch erkenne (was ich oft als " ich bin zu faul, zu bequem definiere oder in mir so hoch kommt) ich kann noch nicht soviel machen, dann schmerzt das mir schon sehr da ich nun auch nicht Andere so sagen kann, sorry aber das packe ich nicht oder das ist mir zuviel.
Ich muss in diesem Bezug auf zwei Sachen kurz kommen:Zum Einem mein Bruder... der arbeitet sich dusselig, ist selbstständig (PC Reparatur Service) und er wollte, dass ich bei ihm anfange.
Nun, ich denke die Arbeit wäre wirklich ok gewesen aber dass zwischenmenschliche wäre extrem belastend für mich gewesen, so plagte ich mich immer wieder mit dem Gedanken rum ich bin einfach zu bequem und mir wäre es zu läßtig wieder um zu ziehen (nach Stuttgart) aber vergaß dabei, dass mein Unterbewußtsein mir schon signalisierte, hey Dirk, tue Dir dass bitte nicht an, das tut Dir nicht gut.
Ok, mein Bruder sprach mich immer wieder darauf an, wollte Argumente habe warum ich denn nicht möchte, gesagt habe ich es ihm nicht dass es an ihm liegt sondern versuchte es so zu argumentieren dass ich gerne hier wo ich bin, bleiben möchte, mein Umfeld nicht verlieren möchte... waren keine Argumente für ihn. Ich musste also für mich konsequent sein und sagte ab! Keine wirkliche Begründung gesagt. Hat er so akzeptiert aber er war sehr sauer, dieses " Du willst nur nicht arbeiten " schwellte in mir herum und hörte sich für mich auch so an...
Ich übernahm schon diese Eigenverantwortung aber ich plagte mich sehr mit Eigenvorwürfen herum und dachte auch dann wirklich, ich bin einfach zu bequem und faul... (was ich immer wieder denke).Zum Anderen die Agentur für Arbeit.
Ich bin davon abhängig, leider. Kein Arzt aber bestätigt mir, dass ich nicht voll leistungsfähig bin, ich komme mir wie ein Simmulannt vor!
Und ich muss immer wieder darum " kämpfen " und mich erklären wie es mir geht, warum nicht usw. Bisher hatte ich relativ Glück dabei gehabt aber als ich arbeitslos geworden bin im Juli 2005 habe ich dann erst einmal für ein Jahr einen Ein Euro Job gemacht, kam in eine Maßnahme Job Plus rein, war soweit ja auch ok, aber diese Maßnahme ziehlte nicht darauf ab dass ich schnell wieder in Arbeit komme sondern dass ich aus der Statistik komme. Zu guter letzt wurde es dort auch immer schlimmer für mich, so z.B. zwang man mich ! mich auf Stellen zu bewerben wo ich Fachkraft bin, was ich aber so nie gearbeitet habe sondern nur einen Abschluss habe (Bauzeichner) und dieser Abschluss war schon Acht Jahre her! Wie ich mich dabei fühlte und darum wieder kämpfen musste eben mich nicht auf solchen Stellen zu bewerben (da ich so wieso Absagen bekommen würde mal realistisch gesehen) interessierte wiederum niemand dort! Ok, nun kann man mir sagen, Herr XY übernimmt keine Eigenverantwortung und macht es sich sehr bequem, ist aber nicht so und ich denke die, die mich kennen werden mir zustimmen dass ich da Recht habe aber es interessiert denen nicht!Nun, was soll ich da machen?
Meine große Hoffnung war ja die Umschulung als Ergotherapeut weßwegen ich ja in die Reha Klinik erst gegangen bin letztes Jahr.
Und da musste ich dann eben erfahren dass ich ja so voll leistungsfähig bin und eine Umschulung deßwegen nicht in Betracht kommt, die Methoden dort wie sie beurteilten möchte ich nicht weiter ausholen, möchte aber dazu noch sagen dass sehr viele ihre EU Rente verloren haben, ...
solange es um das liebe Geld geht ist es nicht nur jedem seiner selben Eigenverantwortung wie es mir geht sondern auch deren, die darüber bestimmen wie es bei mir weiter geht, dass denke ich dabei.Sodele, jetzt aber mal Ende dazu.
>seit nov arbeite ich auch in einer einrichtung. bin für ein haus im hauswirtschaftlichen bereich zuständig. dort wohnen junge leute mit schweren psychischen problemen die auch drogenprobleme hatten. wenn ich dort diese leute mit dem was du schreibst so konfrontieren würde, wäre ich sehr schnell mein job los. für die ist es wichtig, ganz langsam zu erkennen, das das was du schreibst für sie gut ist. jetzt zur zeit brauchen die meisten genau das was ich geschrieben habe. jetzt stehst du auf, für dich ist es besser du legst dich lieber wieder hin. du bist in der lage dein zimmer selbst zu reinigen. bitte lasse dir dabei helfen, du würdest dich damit überfordern, du übernimmst das ....! versuche für dich verständnis zu haben, so wie es dir gerade geht ist es leider nicht möglich, du bist sehr wohl in der lage...
>ist praktisch alles nicht so einfach wie schreiben.Stimme Dir da voll zu!
Habe mit behinderten gearbeitet. Man muss schauen was wer kann und wieviel.>lesen doch nicht hier nur wir paar die hier auch schreiben. wenn wir nicht bereit sind auch an die zu denken, denen es gerade so was von schlecht geht, sind wir am sinn der schotterblume heftig vorbeigeschrammt. selbst wenn alles so stimmt und vollkommen richtig ist. auch meine erkenntnis kam stücklesweise. und fehlt noch ganzes stück.
Hmmm, das verstehe ich gerade leider nicht Du
Liebe Grüße
Dirk
- Re: Was ich unter Selbstverantwortung verstehe sehnsucht 07.02.2008 00:20 (0)