Re: Weihnachten ist wie Glatteis (Vorsicht, kann triggern!)
Geschrieben von Helena am 24. Dezember 2010 01:04:05:
Als Antwort auf: Re: Weihnachten ist wie Glatteis (Vorsicht, kann triggern!) geschrieben von Marah am 23. Dezember 2010 01:13:05:
>
>Liebe Helena
>Was kannst du alles mit deinen Armen machen ?
>Annehmen, halten, umarmen, wegstoßen, balancieren......
>So wie ich dich vom schreiben kennengelernt habe hast du eine ganz tolle kleine Familie Jetzt, wo Ehrlichkeit und alles ist, das hast du geschafft.
>Warum glaubst du du hast die Verlogenheit in deiner Herkunftsfamilie genährt, hattest du eine Wahl ?
>Warum, ich eingeschlossen, kommen immer wieder Gefühle hoch man hat einen Anteil an den Versagen der Eltern.
>Nimm deine Arme um diese Ohnmachtstentakel weg zu schubsen, abzuhacken, sie haben nichts mehr in deinen Leben zu suchen.
>Nimm deine Arme um die Balance auf den Glatteis zu halten und um Schwung zu nehmen und schau nicht darauf wie groß die Fläsche ist schau da stehen dein Mann und deine Tochter am sicheren Rand
>Ich wünsche dir ein ganz wunderschönes Weihnachtsfest,
>wo du ganz viel lachst und alles andere was war vergisst
>Liebe Grüße von Mara
Hey, du liebe,ich werde die Menschen umarmen, die mir guttun und deine Antwort hat mir mehr ins Bewußtsein gebracht, welch ein Anker meine eigene Familie für mich ist, das geht im Alltag so schnell verloren. Weißt du, ich fühle mich sehr schnell vereinnahmt von Menschen, auch von meiner Tochter und dann gibt es Fluchtgedanken, bzw. eine Abwehrhaltung ihr gegenüber und das kann ich mir nur schwer verzeihen. Ich spüre dann, daß sich das Verhalten meiner eigenen Mutter in mir ausdrückt. Das ist dann mein eigenes Versagen. Die Möglichkeit, die ich für mich sehe, ist, zu einem anderen Zeitpunkt ganz für sie da zu sein. Zu jedem Zeitpunkt das anzunehmen, was ist, gelingt mir leider nicht, ist überhaupt ein Mensch dazu in der Lage? Ich weiß es nicht.
Ich wünsche dir eine friedvolle Zeit und ein schönes Weihnachtsfest
herzlichst Helena
>>Hallo liebe Schotterblumen,
>>...ich habe sehr ambivalente Gedanken. Weihnachten ist schön, Weihnachten ist schrecklich. Gibt es eine Tannenbaum-Allergie? Ich habe juckende rote Pusteln an den Armen, seit ich den Baum aufgestellt habe und wechsele im Minutentakt meine Stimmung. Nicht ohne und nicht mit fällt mir dazu ein, annehmen was sich zeigt, wie damit umgehen? Zulassen, alles, was kommen will....schaffe ich es, damit umzugehen? Warum ist das so groß?
>>Es ist deshalb so groß, weil sich Weihnachten von früher immer noch mit Weihnachten von heute vermischt, was meine Gefühle betrifft. Es war so verlogen, das Fest der Liebe, damals, das hat mich sehr geprägt und es ist mir nicht gelungen, diese Prägung in die Vergangenheit zu packen und sie dort zu belassen, weil es vorbei ist. Auch ich habe diese Verlogenheit ein Stück weit genährt, denn ich habe zugelassen. Damals habe ich es nicht geschafft, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, heute ist es anders. Wie lange Tentakel reicht dieses (Ohnmachts-)Gefühl aber bis heute und beschert mir diese Stimmungsschwankungen. Es ist wie Glatteis, auf dem ich schlittere. Die Größe und Breite der Fläche kenne ich nicht, daher weiß ich nicht, ob es einen inneren oder äußeren Crash geben wird.
>>Ich wünsche euch, daß diese Tage so sein werden, wie sie euch guttun.
>>Herzlichst Helena