Re: stationäre, medizinische Reha mit Schulkind: Wer, wo, wie?

Geschrieben von Eric am 01. November 2010 13:13:38:

Als Antwort auf: Re: stationäre, medizinische Reha mit Schulkind: Wer, wo, wie? geschrieben von blackroselila am 01. November 2010 06:22:37:

Liebe Blackroselila,

zuerst einmal vielen Dank für die "Blumen".

Ich habe den Eindruck, Du arbeitest sehr hart an Dir und das finde ich bewundernswert.
Dein Streben nach Objektivität würde aus Dich sicher eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin machen.

Für die Trauma- Aufarbeitung brauchst Du jedoch etwas anderes: Subjektivität.

Nach meinem Eindruck weißt Du über das was Dir zugestoßen ist bis auf ein paar Lücken so ziemlich alles. Was aber fehlt sind die Emotionen dazu. Das ist nicht ungewöhnlich, denn das geht den meisten Menschen so, die ein Trauma erlebt haben.

Diese Emotionen halten sich aber nicht an das, was wir uns selbst als "Objektivität" zurecht gelegt haben, um leichter durchs Leben zu kommen. Ganz im Gegenteil. Sie haben zwar eine Logik, aber eine ganz andere. Deswegen erreichen wir meist nichts oder genau das Gegenteil von dem was wir wollen, wenn wir mit den gewohnten Mitteln der (scheinbaren) Objektivität an sie heran treten.

Sie offenbaren sich, wenn wir bereit sind, die Zwänge der Objektivität los zu lassen und die emotionale Wahrheit der eigenen Subjektivität anzunehmen.

Dazu brauchst Du einen Therapeuten, bei dem die emotionale Wellenlänge stimmt und zu dem Du Vertrauen hast. Du hast ja schon Texte von Frau Minor-Püllen gelesen und wirst sicher auch auf die Stelle stoßen, wo sie genau das als wichtig für 90% des Heilungserfolgs betrachtet.

Liebe Grüße

Eric




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