Re: Wunsch = Utopie
Geschrieben von Nadja am 23. Januar 2012 21:32:41:
Als Antwort auf: Wunsch = Utopie geschrieben von Sapphire am 19. Januar 2012 18:21:30:
Liebe Sapphire, auch in Deinem Leben gab es schon Wünsche, die sich zumindest für eine kurze Zeit erfüllt haben, oder?
Ich bin der Meinung, dass sich die Wahrnehmung der Menschen, was "kleine" und was "größere" Wünsche sind, wirklich oft stark unterscheidet.
Es gibt beispielsweise Menschen, die sind nicht bereit, für einen anderen Menschen eine Tasse Kaffee zu kochen, weil sie diese Aufgabe als "Schwerstarbeit" empfinden, die den ganzen Tag ausfüllt.
Viele andere Menschen dagegen empfinden es überhaupt nicht als Arbeit, Kaffee zu kochen. Es ist für sie nur eine sehr kleine und normale Alltagstätigkeit, und sie haben absolut kein Problem damit, einen anderen Menschen den Wunsch nach einer Tasse Kaffee zu erfüllen.Wenn Du Dich selbst so akzeptierst, wie Du bist, hast Du dann nicht bereits eine Nische in der Du sein kannst, wie Du möchtest, ganz unabhängig von Deiner Umwelt?
Sollte im Moment für Dich in der Realität absolut keine Nische zu erschaffen sein, hast Du dann nicht die Möglichkeit, die "Illusion einer Nische" in Deiner Seele zu erschaffen?Ich wünsche Dir, dass Du doch noch eine Nische für Dich findest.
Wie wäre es z.B. mit dem Rosengarten?
wenn Du möchtest...
Liebe Grüße
Nadja
>Hallo ihr Lieben,
>auch ich schreibe bzw. versuche diesmal etwas hier zu äußern. Es ist mir bewusst, dass man mich in einigen Bereichen besser verstehen würde, tät ich das ein oder andere ausführlicher beschreiben. Doch leider befinde ich mich nicht der Lage dieses auch zu tätigen, sondern muss bei meinen Metaphern bleiben, aus den unterschiedlichsten Gründen heraus.
>Diesmal heißt das Thema des Monats ja „Was ich mir wünsche“
>Und wer hat keine Wünsche?
>Denn sogar ich hege welche und weil dies so ist, fühle ich mich dann oft nur böse, gemein und sowas von egoistisch, dass ich überhaupt den "Mut" besitze zu sagen, ich habe Wünsche!
>Allerdings durfte ich bis dato die Erfahrung sammeln, dass meine Wünsche wenig bis nicht erfüllbar zu sein scheinen.
>Was für mich kleine Wünsche sind, scheinen für andere und hier explizit meine Umgebung unerfüllbare Wünsche zu sein. Wie anders wäre es sonst zu erklären?
>Es entsteht für mich der Eindruck, dass sich alles ändert und verändert sobald man den sicheren Konkon verlassen hat. Solange man sich in diesem befand, waren viele Sachen möglich, die eine Basis zuließen auf der man im realen Leben so gut hätte aufbauen können, aber eben hätte und wenn.
>Zur Zeit wünsche ich mir „nur“ eine Nische, eine klitzewinzig kleine Nische, die für mich vorhanden ist, denn wie alle Menschen eine eben solche besitzen, würd ich es auch gerne haben. Doch auch dieser für mich und hier eben nur für mich „kleiner Wunsch“ ist unerfüllbar, da utopisch!
>Jene Nischen, die bisher im Asteroidengürtel für mich sichtbar vorhanden waren, waren leider auch schon gefüllt mit allen möglichen Fettnäpfchen, Stolperfallen und vielen Damoklesschwertern, so dass für mich kein Platz mehr vorhanden gewesen war und ist. Mein Wunsch, nach einer kleinen nur für mich bestehenden Nische ist somit ebenso utopisch wie meine anderen Wünsche bisher ja auch. Sie sind zu groß für meine Umwelt und für mich selber doch nur winzig. Selber wäre ich doch schon sehr zufrieden, wenn ich eine Nische erhaschen könnte,auch dann wenn sie nur mit der größten Lupe dieser Erde zu sehen wäre. Sie würde für mich völlig ausreichend sein, denn es wäre ja dann eine Nische nur für mich, in der ich sein kann, wie ich bin.
>Doch dies ist nur ein schöner und vor allem utopischer Traum.
>Euch allen ganz liebe Grüße
>Sapphire