Re: Meine Wut triggert mich (Vorsicht beim Lesen)

Geschrieben von Helena am 09. Februar 2011 23:45:54:

Als Antwort auf: Re: Meine Wut triggert mich (Vorsicht beim Lesen) geschrieben von TchorT am 08. Februar 2011 20:49:44:

Hallo TchorT,

"der Frieden, der uns von Anfang an zustand", ja es ist dieser Un-Frieden, der mich durch mein Leben begleitete und der mich zeitweise in die Trauer bringt, denn ich habe durch mein jetziges Umfeld gelernt, wie sich friedliches Miteinander anfühlt und weiß heute, welche Gefühlsaxt damals am Werke war und die Splitter sitzen tief. Dieses Bewußtsein bringt mich zum Handeln bezüglich meiner Tochter, sonst würde alles so weitergehen.

Zu erkennen, welche unheilvollen Verhaltensmuster weitergegeben sind, die einem das Leben zur Depression werden lassen, ist die Chance, andere Wege zu gehen. Durch andere Wege wird für mich Glück spürbar und verinnerlichte TäterInnen-Anteile und Regressionen in kindliche Verhaltensmuster verlieren ihre Kraft. Dann sind Selbstvertrauen, Respekt, Annahme, Stärke, Liebe, Sicherheit und Frieden nicht einfach nur Worte, nein, dann fülle ich sie mit Gefühlen. Das sind wunderbare Momente und dann lebe ich gerne.

Es gibt dennoch die Momente, in denen ich mich schwach fühle und dann scheint alles wieder verloren zu gehen. Und dann kommt die bohrende Frage, warum oder durch was konnte ich das nicht halten. Dann geht es wie von vorne los, bis ich alles zurückerobere und wieder gerne lebe. Und so weiter, ein Phoenix aus der Asche und wieder zurück.

Kennst du das? Ist auch das ein kindliches Verlangen, alles zum Stillstand zu bringen, auf das alles so bleiben möge, weil da gerade ein befriedigendes "ich mit mir stattfindet"?
"Ich weiß, daß ich nichts weiß", von wem ist der Satz? Vielleicht sollte ich aufhören zu fragen...

Herzlichst Helena




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