Re: Mein Fokus (Vorsicht beim Lesen!)

Geschrieben von Helena am 09. Januar 2011 21:28:28:

Als Antwort auf: Re: Mein Fokus (Vorsicht beim Lesen!) geschrieben von TchorT am 08. Januar 2011 23:46:40:

Hallo TchorT,
ich denke und fühle, daß verinnerlichte Anteile, so ich sie erkenne insofern mit meiner Verantwortung zusammenhängen, die ich übernehme, indem ich diese Anteile reflektiere und nicht schonungslos an Menschen weitergebe, die mit meiner Geschichte nichts zu tun haben. Selbst bei denjenigen, mit denen es Kontakt gibt und die etwas mit meinem Weg zu tun haben und einen Anteil daran haben, daß es mir so geht wie es mir geht, ist das "Zurückgeben" nicht angesagt, auch wenn es Täterstimmen sind oder gerade deshalb. Das wäre eine Fortsetzung übergriffiger Verhaltensweisen, diesmal von meiner Seite aus, die zu nichts führen außer zu mehr Leid. Ich bin nicht mehr das Kind und dennoch gibt es viele Momente, in denen meine kindlichen Ängste mich einholen und ich mich ohnmächtig fühle. Anders handeln.... Ja, es bedarf der Zeit.
Ich danke dir für deine Zeit des Lesens und Antwortens

Herzlichst Helena

>Hallo Helena,
>du schreibst:
>"Ich will aber heute die Verantwortung für diesen verinnerlichten Anteil übernehmen und ihn nicht als unerwünscht gedanklich streichen."
>Musst du die Verantwortung für etwas übernehmen??? Verinnerlichte Anteile können Täterstimmen sein. Für diese muss ich weder die "Verantwortung" übernehmen, noch muss ich sie gedanklich streichen. Ich muss sie nur erkennen können und dann "leiser" drehen bzw. nicht auf sie hören - sie nicht beachten und anders handeln. Max Planck sagte: "Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen" Was hier so einfach klingt, ist wie du schon richtig geschrieben hast harte Arbeit und bedarf der Zeit.
>Ich wünsche dir Zeit, Zeit für dich.
>Mit freundlichem Gruß
>TchorT
>>Hallo TchorT,
>>...ja der Begriff Radikalität. Deine Definition hat mich darüber nachdenken lassen, warum ich das Wort benutzt habe, ob und wie ich Teil deiner Definition bin. Mir wurde klar, daß es für mich stimmt, was du schreibst: Ich habe Schwierigkeiten, wenn mein Gegenüber anders reagiert, als ich es mir wünsche. Mir ist auch klar, daß in mir der Teil meiner Mutter präsent ist, den sie an mir und meiner Schwester in starkem Maße ausgelebt hat, früher. Ich will aber heute die Verantwortung für diesen verinnerlichten Anteil übernehmen und ihn nicht als unerwünscht gedanklich streichen. Damit ist er nicht verschwunden, wenn ich nur vermeide, meine radikale Seite an- bzw. auszusprechen. Er wird solange in mir sein, bis ich ihn loslasse. Auch dafür wird es einen Zeitpunkt geben, momentan bin ich nicht soweit und würde den Beitrag genauso wiederschreiben.
>>Herzlichst Helena
>>>Liebe Helena,
>>>ich wünsche dir von ganzen Herzen ein frohes, glückliches und vor allem "neues" Jahr. Ein Jahr, in dem du viel "Neues" entdecken wirst und für dich "nutzbar" machen kannst.
>>>Der Begriff der Radikalität ist aus meiner Sicht eine Definition, die oft von Menschen benutzt wird, die zum Einen nicht damit umgehen können dass ihr Gegenüber nicht so reagiert wie sie es sich wünschen, und zum Anderem die damit gesetzte Grenze nicht akzeptieren können. Ich wünsche dir mehr Konsequenz in diesem Jahr, damit du dir weiter Raum für dich verschaffen kannst anstatt Anderen in dir zinslosen Mietraum zu gewähren.
>>>Mit freundlichem Gruß
>>>TchorT
>>>
>>>>Hallo liebe Schotterblumen,
>>>>das Wort Vorsätze macht mir zu schaffen, vielleicht deshalb, weil es so oft zur Jahreswende gebraucht wird und daher gesagt bleibt. Das sind so Erinnerungen, mit denen ich nichts Wahrhaftiges verbinden kann. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, der mich darauf lenkt und nicht mehr ablenkt, der viel für mich bedeutet. Ich konzentriere mich nicht mehr auf den M.....ch, sondern auf meine sexuelle Heilung. Das ist eine Herausforderung, und doch ist irgendetwas in mir so weit, zu sagen: "Jetzt ist der Zeitpunkt da, DAS anzugehen". Es gibt unzählige Möglichkeiten, aus den Mustern auszusteigen, die ich mit Se...lität verbunden habe. Das "Alte" zu ersetzen durch das gefühlte Neue ist für mich großartig, weil ich zulassen kann und die Trigger damit aufhören, mein Leben zu bestimmen. Es hat sicher nichts mit dem Jahreswechsel zu tun, eher mit meiner Distanz zum Geschehenen und mit meinem Umfeld.
>>>>Es gibt mittlerweile eine gewisse Radikalität in meinem Leben, milder ausgedrückt, eine Konsequenz, daß ich Menschen, die mir nicht gut tun, meide. Das ist die Umsetzung der eigenen Wertschätzung, die ich mir erarbeiten mußte. Weil ich erstmal nicht wußte, wie das geht, war das der harte Teil meiner Arbeit. Es kommen schnell die Tränen, wenn ich darüber nachdenke, was war und was heute (möglich) ist.
>>>>Herzlichst Helena




Antworten:


• Schotterblume Thema des Monats •