Viel Zeit mußte vergehen.......(triggert vielleicht)

Geschrieben von Helena am 04. Dezember 2010 00:09:31:

.....bis ich überhaupt ein Bewußtsein dafür bekommen habe, daß es dieses innere Kind gibt. Bewußt werden konnte es mir, weil ich Panikattacken hatte. Ich hatte meine innere Balance nicht und Ausdruck dessen sind meiner Ansicht Panikattacken. Was da passiert, wissen viele von euch und der Boden, von dem ich überzeugt war, ihn zu verlieren, das waren die Schreie meines inneren Kindes, das gehört werden wollte. Diese Stimme zu verstehen dauerte und ich habe kraftlos Kraft aufwenden müssen. Das aber war unsere Chance. In dem Moment, als ich begriff, daß die Panikattacken kein Feind sind, sondern mir eine Hilfe waren, begann dieses zarte Band stabiler zu werden und das Kind zeigte sich mir. Die Panikattacken hörten dann auf. Natürlich war das kein bestimmter Zeitpunkt, es war ein Prozeß (ohne Therapie, glaub ich nicht zu schaffen). Dieses Kind ist sehr ängstlich und sensibel, meine Steilhang-Aufgabe war und ist es, diesen Teil in mir nicht zu verleugnen, vielmehr ihm einen Raum zu geben, wo sich genau das ausdrücken darf. Von außen war es Musik, eine ganz bestimmte, z.B Söhne Mannheims, deren Texte mich zeitweise in die Tränen haben fallen lassen, ich erinnere das sehr genau. Oder beim Autofahren sprach ich laut mit dem Kind und versicherte ihm, daß ich als Erwachsene die Verantwortung für uns beide übernehme und achtsam bin, daß uns nichts passiert. Denn da war eine große Angst, daß eine Situation uns überrollt, so wie damals...manchmal nur noch Zahlen addieren, um nicht weggeschwemmt zu werden.

Das Kind kam aus seinem Versteck, immer mehr und die erwachsene Frau steht neben ihm und es vertraut, weil ich mich meinem Seelenhaus in kleinen Schritten genähert habe, spürt das kindliche in mir die not-wendige Sicherheit. Ich werde nie mehr aufhören, dieses verletzte Kind zu schützen, denn es hat mir ganz deutlich gezeigt, wie verlassen es war. Weil dem so ist, lasse ich HEUTE nichts zu was diesem sensiblen Wesen schaden wird. Für mich ist dieser Kontakt unabdingbar, auch um aus unheilvollen Beziehungen aussteigen zu lernen.
Sehnsucht hat meiner Ansicht etwas sehr wichtiges geschrieben, nämlich Kindern beim Spielen zuzuschauen, besser noch sich auf diese Leichtigkeit einzulassen. Mit meiner Tochter eine Schneeballschlacht zu machen, war für mich in den vergangenen Tagen das schönste Erlebnis.

Herzlichst Helena




Antworten:


• Schotterblume Thema des Monats •