Re: Neues Thema des Monats: Mein Gefühl zu gelebten und versäumten Perspektiven
Geschrieben von Marah am 05. November 2010 22:46:48:
Als Antwort auf: Re: Neues Thema des Monats: Mein Gefühl zu gelebten und versäumten Perspektiven geschrieben von blackroselila blackroselila am 05. November 2010 21:08:57:
Das hätte ich schreiben können,das empfinde ich ganz genauso.
Ich bin öfters jetzt auf die Seite gekommen, mit 43Jahre stelle ich mir die Fragen ganz oft
aber mom sehe ich eher wenn ich auf mein Leben zurückblicke das ich wenig Perspektiven hatte
oder hart für Chancen kämpfen mußte die für andere Selbstverständlich sind.
Ich möchte das gerne wieder anders sehen, ich möchte wieder zufrieden mit mir sein.
Ich bin im moment manchmal richtig bitter und neidisch und so will ich nicht sein
und damit geht es mir auch nicht gut.Liebe Grüße von Mara
>Ja, zu diesem Thema fällt mir spontan einiges ein:
>wahrscheinlich u.a. auch, da ich mich (auch) in meiner theoretischen Lebensmitte befinde, altersmäßig, in der wahrscheinlich unweigerlich Rückschau gehalten wird.
>Was mir immer bewußter wird, vermisst zu haben und immer noch zu vermisse, ist das starke Bedürfnis, verstanden werden zu möchten. Dieses Bedürfnis möchte ich nun nicht beschränkt wissen auf konkrete, leidvolle Erfahrungen, sondern eher generell! Klar, jeder hat seinen Film am Laufen, kann Geschehnisse, die er/sie bereits selbst gemacht hat, eher nachvollziehen und verstehen als Nicht-Erfahrenes. Es ist mir jedenfalls meist ein starkes Bedürfnis, Gefühle, Eindrücke o.ä. von Menschen, die mir nahe oder näher stehen, verstehen zu möchten, auch wenn mir das nicht immer gelingt. Dagegen habe ich in meinem direkten Umfeld sehr oft den Eindruck, dass nicht einmal der Versuch unternommen wird, meine Gefühle, Eindrücke, Motive verstehen zu möchten. Ich komme mir sehr oft als Unikum vor, als Exotin, Störenfried und Querdenkerin. Immer wieder auf der Suche nach Menschen, mit denen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz die sogenannte "Chemie" stimmt. Und das wenn möglich über einen längeren Zeitraum. Dass das nicht klappt, macht mich sehr oft wütend und traurig zugleich.
>Auf was ich allerdings sehr stolz bin, ist, daß ich bisher meinem "Grundsatz", mir selbst in die Augen schauen zu möchten, mit mir "stimmig" zu sein, weitgehenst treu bleiben konnte. Ich hätte ansonsten ganz starke Angst, mich selbst zu verlieren. Auch wenn das jetzt blöd, abgedroschen und aus der Esoterikecke klingt, hätte ich das Gefühl Luft zu sein, Nichts! Irgendwie scheint mich dieser Grundsatz zusammenzuhalten (als Ganzes)! Ich meine damit nicht den theoretischen Grundsatz, sondern den praktizierten.
>Ja, das fiel mir u.a. spontan zum neuen Thema ein. Vielleicht ein ander Mal mehr!
>blackroselila