Re: Vorschlag für Oktober-Thema *Vorsicht-Trigger-Möglich*

Geschrieben von TchorT am 05. Oktober 2010 21:00:32:

Als Antwort auf: Re: Vorschlag für Oktober-Thema *Vorsicht-Trigger-Möglich* geschrieben von Stina am 05. Oktober 2010 11:01:41:

Hallo Stina,

mein Erst-Eintrag war nur eine Darstellung meiner Sichtweise zum Monats-Thema.

Danach kamen Fragen, die sicher dem "nachhaken" dienten.

Eine andere Möglichkeit der Fragen stellst du nun in dem Raum ("Durch Fragen zum Nachdenken anregen") und sprichst eine Einladung zum "geschützten Bereich" aus.

Ich danke dir für deine Einladung und das damit verbundene Angebot.

Ich werde dieses aber ablehnen, weil ich der Meinung bin, dass einzig meine behandelnde Therapeutin mir einen richtigen "geschützten Raum" bieten kann. Es gibt Themen, die kann man unmöglich per E-Mail in einem "geschützten Raum" behandeln, weil es unmöglich ist, herauszubekommen, was abgeht - denn der Dialog findet nicht in Echtzeit statt. Hier liegen die bereits benannten Mienen und Blindgänger. Ebenso halte ich im Bezug bestimmter Themen ein "Durch Fragen zum Nachdenken anregen" für sehr gefährlich. Auch dieses werde ich einzig im Gegenüber mit meiner Therapeutin handhaben.

Genau hier liegen die Gefahren und Rückschritte, die ich versucht habe aufzuzeigen. Für mich liest du dich sehr "engagiert", schnell, und wohin so etwas führen kann, beschrieb ich in meinen letzten Eintrag. Vieles erinnert an ein Einzelgespräch innerhalb einer Therapie.

Das bereits erwähnte Feld hier, kennst du nicht. Ich kenne es nur zum Teil. Auf diesem Feld nun im offenen Bereich oder im "geschützten Bereich" durch Fragen oder persönliche Themen zum "nachdenken" anzuregen, per E-Mail oder Foreneintrag, ist wie bereits erwähnt, ein Tanz auf einem Minengürtel.

Spaziergänge in die Vergangenheit, um dort nach schönen Erinnerungen zu suchen oder eben nebenbei nicht schöne zu finden, überlasse ich den Fachkräften. Denn diese können gegebenenfalls einen "nicht mehr sicheren Raum" in einen sicheren wandeln - per E-Mail ist dieses unmöglich.

Ich habe in Kliniken den Selbstschutz gelernt, damit Fehler, die in der Vergangenheit zu gefährlichen Rückschritten führten, vermieden werden. Aus diesem Grund lehne ich dein Angebot ab.

Ich hoffe, du verstehst was ich meine, denn all dieses ist nur auf das Hier bezogen. So, und nicht anders, war es von Anfang an gemeint.

Viele Grüße

TchorT

>Hallo TchorT,
>meine 1.Rhetorik -Regel heißt: „Wer Fragen stellt, möchte den Anderen (richtig) verstehen.“
>(und die 2.Regel heißt: Durch Fragen zum Nachdenken anregen, mit dem Ziel, ggf. neue Perspektiven zu entdecken.)
>Bitte sieh unter dem Blickwinkel der 1.Regel meine Frage: „Meinst Du das?“
>Auf diese kann es als Antwort nur ein „Ja“ oder „Nein“ geben, ohne weitere Erklärungen dazu. Es müssen keine weiteren Ausführungen folgen. So hatte ich es eigentlich erwartet.
>Du hast trotzdem welche dazu geschrieben. Und dafür danke ich Dir. Dadurch konntest Du Missverständnisse ausräumen.
>Meine „offene Hand“ ist das Angebot, Dinge im „geschützten Raum“ weiter zu besprechen.
>Und das gilt generell erst einmal für jeden, wobei ich hier bei der E-Mail-Beratung den Schwerpunkt „Frauen“ habe.
>„Was daran anders ist?“
>Das, was den Unterschied bringt, ist Deine WERTUNG meiner Aussagen und Fragen. Sie unterscheidet sich von meinem Ziel.
>Die Ursache von allem ist unsere unterschiedliche Sichtweise im Bezug auf die Rhetorik-Regel.
>Du gehst davon aus, dass mein Ziel „das Gespräch FÜHREN wollen“ heißt. Deshalb siehst und wertest Du alles aus diesem Blickwinkel.
>Mein Ziel heißt jedoch: „den Anderen VERSTEHEN wollen“.
>Und dazu gehören auch Deine Grenzen, damit ich sie achten kann. Das möchte ich hiermit tun.
>Wenn Du möchtest, so darfst auch Du in den „geschützten Bereich“ wechseln.
>Viele Grüße!
>Stina




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