eine gegenläufige Entwicklung
Geschrieben von Helena am 09. Juli 2010 11:00:32:
Hallo liebe Schotterblumen, Wer mag, stelle sich einen Garten vor, vier von sechs anwesenden Personen kennen sich recht gut, einer von den beiden anderen ist zum ertsen Mal dabei. Die Personen sitzen bei einem Glas Wein zusammen, soweit, so gut. Die Wertschätzung hat ihren Raum. Dann entwickelt sich die Situation dahin, daß derjenige, der ganz "neu" in die Runde kam, einen immer größeren Raum für sich beansprucht, indem er ein, ich nenne es jetzt mal "Profilierungsthema", aufgreift. Er erzählt permanent über die "tollen Dinge", die er doch in seinem Leben gemacht hat. Zu dem Zeitpunkt kippt die Wertschätzung, denn das Thema ist für alle anderen Anwesenden nicht abendfüllend interessant. Und er nimmt diesbezüglich nichts wahr. Jeder Versuch, das Gespräch in eine "gemeinschaftlichere" Richtung zu lenken, scheitert. Was macht man/frau in einer solchen Situation?
Nun, was ich damit sagen möchte ist, daß die grundsätzliche Wertschätzung, die ich einem Menschen entgegenbringe, sich durchaus gegenläufig entwickeln kann, sofern ich das Miteinander als gestört empfinde. Das wiederum ist nicht ausschließlich von mir abhängig, ich sehe es als einen Wert an, sich GEGENSEITIG zu schätzen. Ein Miteinander bedeutet, den anderen zu erspüren.
Ich bin mir recht sicher, daß viele von euch eine ähnliche Situation schon mal erlebt haben. Kann die Wertschätzung in einem solchen Falle aufrecht erhalten werden? Für mich ist es nicht denkbar. Vor allem dann nicht, wenn diese Situationen sich wiederholen und auszuschließen ist, daß diese Egomanie ein für einen Moment übergriffiges Bedürfnis dieser Person war, das könnte ich noch annehmen, er tut es allerdings permanent. Was bleibt mir anderes, als mich abzuwenden?
Herzlichst Helena
- Re: eine gegenläufige Entwicklung Eric 10.07.2010 02:42 (0)
- Re: eine gegenläufige Entwicklung raschida 09.07.2010 13:08 (0)