Re: Was/Wen kann ich wertschätzen?

Geschrieben von raschida am 04. Juli 2010 07:09:38:

Als Antwort auf: Was/Wen kann ich wertschätzen? geschrieben von Helena am 03. Juli 2010 23:45:00:

hi,

wenn ich in meinem leben wie eine puppe behandelt wurde, habe ich auch keine eigenen empfindungen entwickeln können, die eine fruchtbare entwicklung hätten nehmen können.
Ich schätze es wert an mir, an meiner seele, dass die das alles überlebt hat und "weiterdachte" und "organisierte" und und und.
Was für eine universelle Intelligenz muss uns damals ein ständiger Begleiter gewesen sein.
Ich schätze wert, dass meine seele meinen körper damals wohl in sichere gefilde brachte, die mich bis zum heutigen tag in der lage sind zu beflügeln.
Noch heute spüre ich meinen kindlichen wunsch, als wäre er immer noch präsent, sich nach dem "guten" auszurichten.

Wenn ich heute, mit meinem wissen menschen begegne, dann sehe ich es immer noch so, dass ich diesen menschen ersteinmal nur "wertschätzen" will.
Ihn unabhängig von allem äusseren anzunehmen als mensch, so wie er ist.Leider komme ich dabei im moment ein wenig in konflikt mit mir selber. Ich kann im moment keine fremden menschen einfach so anschauen oder mit ihnen reden. Mir fehlt das vertrauen in mir, dass mir die sicherheit gibt, dass ich diese menschen auch richtig einschätzen kann. In solchen momenten bin ich in den letzten tagen oft froh, dass ja schon wertvolle beziehungen geknüpft sind.
Ein wenig macht es mich traurig, dass ich meine ansich offene und kommunikative art zuweilen, nicht mehr bereit bin auszuleben. Ich habe respekt bekommen davor, dass dort draussen menscchen unterwegs sind, die niemand von uns vllt sogar in der lage wäre zu erkennen.
Bei dem gedanken dass diese menschen unsere Empathie gezielt ausnutzen für ihre zwecke, holt mich das gleich wieder auf den boden der tatsachen zurück.
John Douglas, der autor des buches was ich gerade lese, sagt dazu: Es ist nicht ratsam, einem fremden an der kasse ein lächeln zu schenken.
Es könnte das erste sein, was er je in seinem leben bekommen habe. Dieses Lächeln könnte dann der schlüsselreiz sein für eine folgenschwere entwicklung.John Douglas meinte dazu nur, dass er "eigentlich" seinen kindern raten müsste, eben den mann hinter einem an der kasse, oder denm mann im kino den man versehentlich anrempelt,eben kein "Entschuldigung" oder kein "lächeln" zu schenken.Es könnte auch ganz klar ein schwerwiegender fehler sein.

Ganz sachte bringe ich nun meine innere stimme mit ins spiel und nähere mich wieder dem Leben,....diesen Mut schätze ich an mir wert...


gruss raschi




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