Re: Die Verantwortung für sich selbst

Geschrieben von Helena am 10. April 2010 22:22:41:

Als Antwort auf: Re: Die Verantwortung für sich selbst geschrieben von raschida am 09. April 2010 07:18:24:

Liebe Raschida,

auch ich bin in in der Situation, mich finanziell nicht selbst versorgen zu können. Ich bin in der Lage, einen Beitrag zu erwirtschaften durch meine Arbeit. Es würde nicht reichen, wenn ich alleine leben würde. Ich sehe es in dem Zusammenhang, daß die Abhängikeit, die ich als Kind und Jugendliche von meinen Eltern hatte von deren Seite aus nie aufgehoben werden wollte. Sie haben mich lange Jahre finanziell am "Bändel" gehabt. Statt Liebe, gabs Geld. Ich habe es leider damals nicht geschnallt, daß es die Fortsetzung einer von deren Seite gewollten Abhängigkeit war. Heute ist diese Geld-statt-Liebe-Strategie kein Thema mehr für mich. Aber die Konsequenz daraus, weiterhin finanziell abhängig zu sein, jetzt von meinem Partner ist bitter. Die Verantwortung, die ich in meinem Erstbeitrag meinte, ist die seelische Verantwortung, nicht die, die unsere Gesellschaft erwartet.

Herzlichst Helena


> hi,
>denke auch dass hier der schlüssel liegt. Jedoch bis heute traue ich mir nicht zu, ohne hilfe zu existieren. Klar ich habe viel gelernt und weiss, dass ein sehr früher missbrauch in der kindheit diesbezüglich ein grosses handicap darstellt. Alleine die tatsache, dass ich finanziell mich nicht selber versorgen kann, lässt mich immer wieder denken, dass ich keine verantwortung für mich übernehmenen kann.
>Für mich habe ich erst mit dem weggehen und dem null kontakt zur familie Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich aber trotzdem bis heute massive probleme gehabt, mich abzugrenzen.
>Das mit dem selbstwert sehe auch so. Hier sehe ich tatsächlich eine entwicklung. Je mehr ich mir selber wert wurde, je mehr konnte ich mich auch abgrenzen.
>Mit "verantwortung für sich übernehmen" ist in der gesellschaft oft gemeint, seinen lebensunterhalt selbst zu sichern. Dies ist mir bis zum heutigen tage nicht möglich.Deshalb denke ich auch immer weiter, dass ich nicht die verantwortung für mich übernommen habe.
>Wie ein baby fühle ich mich abhängig von etwas, was ich garnicht beschreiben kann. Es wird weniger, das spüre ich deutlich, doch habe ich gelitten wie Hund soooo viele jahre lang mit diesem gefühl. Was ist das denn?
>
>gruss raschi



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