Abgrenzungsversuch und Abgrenzung
Geschrieben von Helena am 03. April 2010 23:46:29:
Hallo Schotterblumen,
es gab nicht wenige Momente, in denen ich versucht habe, mich zu erklären, mich zu rechtfertigen, den oder die andere in "mein Boot" zu holen, mit vorsichtigen Worten der Verletzung des anderen vorzubeugen, Dinge nicht getan habe aus der angst heraus, dann nicht mehr gemocht zu werden und so fort.Heute sehe ich es als lediglich den Versuch, da ich einen Abgrenzungswunsch stark gespürt habe, die Abgrenzung aber nicht wirklich vollzogen habe, weitestgehend aus Verlustängsten heraus.
Wirkliche Abgrenzung hat meiner Ansicht nach nichts mit versuchen zu tun. Voraussetzung hierfür ist ein Gespür für sich selbst. Sie geschieht dann einfach und verletzt ihrer Natur nach niemals, so wie ich sie verstehe und auch jetzt lebe.
Abgrenzung ist möglich, wenn die Wut auf das Erlebte und Erlittene durchlebt und abgeschlossen ist. Solange Wut der Antrieb für Handeln ist, ist keine Abgrenzung möglich.
Mein Beispiel für wirkliche Abgrenzung: Ich lasse meine Eltern in Ruhe alt werden. Da ist kein Groll, keine Wut (mehr). Eigentlich wissen sie nichts von mir, nichts von meinem Tränental und nichts von meinen inneren Abstürzen, nichts von meinen Gefühlen, nichts...Und dennoch bin ich darüber nicht unglücklich, nein, das ist für mich gelebte Abgrenzung.
Herzlichst Helena
- Re: Abgrenzungsversuch und Abgrenzung Eric 04.04.2010 13:35 (0)
- Re: Abgrenzungsversuch und Abgrenzung raschida 04.04.2010 07:50 (2)
- Re: Abgrenzungsversuch und Abgrenzung Helena 09.04.2010 20:47 (1)
- Re: Abgrenzungsversuch und Abgrenzung raschida 09.04.2010 23:10 (0)