Re: in dem zusammenhang

Geschrieben von raschida am 03. April 2010 06:29:46:

Als Antwort auf: Re: in dem zusammenhang geschrieben von Eric am 02. April 2010 23:33:08:

hi,
ja, es hat viele jahrzehnte gedauert, bis ich nicht mehr so "unter strom" gestanden habe.
Die mit einem Trauma einhergehende "Überregbarkeit" erinnert mich tatsächlich an den Urmenschen, der auf der jagt nach etwas essbarem, sein eigenes leben ständig "bewachen" muss. Genauso muss sich dieser mensch gefühlt haben,.....hellwach.

Dass bei dem urmenschen dieser zustand wohl nur bei hunger und der folgenden nahrungssuche aufkam, unterscheidet ihn von betroffenen.
Er spürte den anflug dieser gefühle wahrscheinlich erst, wenn er an die jagd dachte oder ihm vor hunger das wasser im mund zusammenlief.
Wir dagegen sind unzähligen triggern ausgesetzt, die jedesmal unsere zellen zum "leben" dann bringen.

Ich bedaure bis heute, dass ich diesen triggern immer noch hilflos ausgeliefert war.

Ich wünsche mir für alle betroffenen bessere möglichkeiten, als durch widerholungszwänge zu "lernen".

Das ist für mich eines der dinge an meinem Trauma, was ich nur schwer annehmen kann und was mir immer mal wieder das Gefühl nahe bringt, dass ich hilflos und ausgeliefert bin.

Meine eigene "Abgrenzungsarbeit" konnte ich also nie wirklich selber steuern, das nervt mich bis heute....

alles liebe raschi




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