Re: Wahrnehmung der eigenen Wertschätzung
Geschrieben von Marah am 10. März 2010 14:36:50:
Als Antwort auf: Wahrnehmung der eigenen Wertschätzung geschrieben von Helena am 10. März 2010 10:34:12:
Liebe Helena
Ich empfinde was du geschrieben hast sehr wertvoll und im Moment fühl ich mich warm und friedlich.
Weil ich sehe es ganz genauso wie du es schreibst.
Nur im Alltag vergesse ich es schon mal, weil dann eigene Verletzungen die hoch kommen zu groß sind.
Aber ich bin auf jedes mal stolz wo ich es schaffe das zu leben.Wir sollten uns alle für das wertschätzen was wir geschafft haben.
Ganz liebe Grüße von Mara
>Hallo,
>ich bin an (m)einer Wahrheit angekommen, die läßt mich meine eigene Wertschätzung spüren. Niemand hat das Recht, mich in die eine oder andere "Ecke" zu drängen. Genauso wenig habe ich das Recht dazu. Solche Menschen gibt es zuhauf. Aus welchen Gründen sie es auch tun, letztendlich beherbergen auch sie eine verletzte Seele. Da ist dann die Möglichkeit der Projektion sehr stark, andere haben einen Profilierungsdruck in sich, weil sie zu anderen Zeiten nicht oder nicht genug beachtet wurden.
>Wut, Zorn, Trauer sind für mich allesamt Ausdruck der unverheilten Verletzungen. Ich glaube, jede/r von uns trägt sie in sich, manchmal unerkannt, häufig unbearbeitet, oft triggernd. Wenn ich z.B. Wut empfinde, so bemühe ich mich, herauszufinden, ob die Adresse stimmt. Meist ist es ein Verhalten eines Menschen und ich spüre die Wut meines inneren Kindes, die in der Vergangenheit kein Ventil gefunden hatte und sich deshalb wiederholt.
>Meine innere Arbeit hatte und hat viel damit zu tun, daß ich herausfinde, wen und wie i c h andere in eine "Ecke" dränge, will sagen, inwieweit ich verinnerlichte Muster weitergebe, oftmals unbewußt. Auch da gehören m e i n e Projektionen und m e i n Profilierungswunsch und vieles mehr dazu. Ist es nicht ein großes Glück, daß es soetwas wie ein "soziales Regulativ" gibt, das mir spiegelt, was und wie ich bin? Ein positives Beispiel dazu: ich hatte vor kurzem eine Autopanne, am selben Tag hatte mein Mann am Anhänger einen platten Reifen. Wir haben soviel Hilfe bekommen, ohne darum großartig bitten zu müssen. Sie kam einfach auf uns zu. Das war superschön! Die negativen Beispiele kennen wir alle, vor kurzem geschehen auf der Schotterblumen-Wiese.
>Wenn ich jetzt beim Schreiben mein Körpergefühl im Blick habe, nehme ich wahr: Ich habe kalte Füße. Und ich habe deshalb kalte Füße, weil ich nicht weiß, gar nicht wissen kann, ob das Geschriebene vielleicht verletzen wird, anders wahrgenommen wird, wie ich es meine. Diese Gedanken sind in mir und ich wertschätze sie, deshalb teile ich sie euch mit.
>Herzlichst Helena