Re: Neues Thema: Irreführung durch die eigene Wahrnehmung - und ihr möglicher Sinn

Geschrieben von dash am 02. März 2010 18:09:09:

Als Antwort auf: Re: Neues Thema: Irreführung durch die eigene Wahrnehmung - und ihr möglicher Sinn geschrieben von Helena am 01. März 2010 22:48:42:

Liebe Helena,

ich danke Dir für Deine offene und berührende Antwort.

zwinker ein kleiner Anker mit großer Wirkung!

Wie hast Du es geschafft, dass Dein Vertrauen - nach all diesem "nicht-mehr-ver-trauen" können - wieder kam?

So Du Dir einen persönlicheren Austauschvorstellen kannst, was ich mir gut kann, kannst Du auch an wurzelwerk@online.de schreiben. Natürlich steht es Dir frei auch hier weiterhin zu antworten. Ich bin hier etwas gehemmt...

Alles Gute für Dich
dash

>Hallo dash,
>mir sind deine Gedanken und damit verbundenen Gefühle sehr nah. Es gab in meinem Leben einen auslösenden Moment, da war nichts mehr, wirklich nichts mehr wie vorher. Und dieser Moment dauerte eine Ewigkeit, weil es keine Möglichkeit mehr gab, zurückzukehren in das Vertraute. Ich hatte den Boden verloren und stellte alles in Frage. Mir kam das Vertrauen abhanden, ich wußte nicht mehr was gut und was schlecht für mich war, hatte anhaltende panische Momente, habe mich nicht mehr gefunden im Leben, das ja weitergegangen ist und zwar gnadenlos! Und dann kamen auch Momente, in denen ich mich fragte, was ich hier noch soll....
>Es gab da noch ein paralleles Leben. Ich habe eine Familie und da ist funktionieren angesagt. Meine Tochter, dieser liebenswerte Mensch sollte nicht leiden an der Mutter. Das war so ziemlich das einzige, was ich noch wahrgenommen habe, neben all den verwirrten Zuständen. Scheiße, hab ich gekämpft und hatte nur das Gefühl, ich versinke und strampelte, ich wollte das alles nicht. Ich suchte einen Anker und hatte jeden verdammten Tag das Gefühl, zu scheitern.
>Das Geschriebene ist eine Kurzfassung dessen, was war. Lieber Dash, ich habe in der Vergangenheitsform geschrieben. Dieses "auf den Kopf gestellte" oder die "Erschütterung", wie auch immer man es nennen mag, war ein im Zeitraffer wiedererlebtes ...hab kein Wort dafür. Es war das vermeintlich Vertraute, ich hatte nie wirklich Boden unter meinen Füßen, kannte gut und schlecht überhaupt nicht für mich, weil zu sehr außengesteuert, hatte nie einen Anker und über diese ganzen verschobenen Wahrnehmungen kam ich zu einem sehr intensiven Gefühl, es ist das Gefühl zu mir selbst und da ist der Boden, da ist keine Verwirrung mehr, ich kämpe nicht mehr, ich entscheide jetzt aus mir heraus, was gut und was schlecht für mich ist und teile mich mit, das heißt ich teile mit Menschen, die auch teilen möchten. Das Vertrauen in bezug auf andere Menschen ist bleibend ein schwieriges Thema für mich. Wichtiger für mich in diesem Moment ist, daß ich meiner Wahrnehmung traue und da gibt es kein Scheitern....
>Ja Dash, ich wünsche mir, daß es insbesondere für dich ein guter Beitrag ist, vielleicht ein kleines Ankerchen?
>dir alles Liebe
>Helena



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