Re: Extreme Gefühle !

Geschrieben von Marah am 11. Februar 2010 15:57:20:

Als Antwort auf: Re: Extreme Gefühle ! geschrieben von dash am 11. Februar 2010 13:54:13:


Lieber Dash

Ich hatte vor kurzen mal wieder so ein Tag, wo ich morgens gar nicht aufstehen wollte
und dann habe ich trübsinnig mit meiner Tasse Kaffee auf der Couch gesessen.
Mein Kater hat sich dann vor mich gesetzt, so schmus mit mir, hab ich nur halbherzig gemacht.
Er hat sich auf`n Rücken geschmissen, mit den Köpfchen gestupst usw.
Und dann hat er mich so mit seine Vorderfoten angesprungen, immer auf meine Brust
bis ich ihn auf den Arm genommen habe, wo er dann ganz still liegen blieb und laut schnurrte.
Das hat er gemacht weil ich das in den Moment gebraucht habe.

Ich finde es traurig das so ein kleines Tier dazu in der Lage ist was einen Menschen zuviel Verantwortung ist.
Klingt jetzt schon bitter, nee ?
Ja, ich kann mein Inneres Kind in den Arm nehmen.
Ich kann ganz schöne Traumreisen machen, meinen Inneren Kind Reiki schicken usw.
Aber im realen Leben gibt es das kaum für mich und damit kann ich immer weniger umgehen.
Ich muß aus dieser Verzweiflung wieder raus kommen, ich baue da zu sehr Druck auf.
Ich weiß nur im Moment teilweise nicht wie

Du hast Recht, was ist ein Ja wert wenn es kein Nein gibt.

Ich schick dir ganz liebe Grüße, Mara

>Liebe Mara,
>natürlich möchtest Du real in die Arme genommen werden, wie ich auch. Du sprachst von Deinem Inneren, das tobt wie ein wütendes Kind. Kannst Du dieses Kind in Dir in die Arme nehmen?
>Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Menschen von der Verantwortung überfordert fühlen, etwas so einfaches und doch in dem Moment sehr wichtiges, wie in die Arme nehmen zu tun. Warum? Ein anderer Mensch kann mir etwas schenken, was ich selber mir nicht geben kann; es kommt von dem mir Gegenüber. So kann meine Verzweiflung so groß werden: "Nimm mich doch in deinen Arme, du kannst mir etwas geben, was ich nicht vermag. Jetzt, in dem Moment meiner Hilflosigkeit, schon gar nicht!" So sich zwei Menschen gut kennen, fällt es mir leicht, den Anderen in meine Arme zu nehmen. Für mich hat es etwas mit: mich öffnen zu tun. In dem Moment gebe ich mich schutzlos. Ich habe klammern erfahren, das mir meinen Atem geraubt hat; aktiv - wie auch passiv.
>Meine Verzweiflung wurde geringer, mein Druck auf den anderen ebenso, so ich dieses mir selber schenken kann - und doch weiss - es ist etwas anders. Und ich kann "Nein" sagen, so ich es möchte.
>Wie kann ein "Ja" ohne ein "Nein" existieren? Welchen Wert hat es dann noch? Für mich keinen mehr.
>Liebe Grüße
>dash




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