Re: Wie schafft man es, sich zu lösen ?
Geschrieben von raschida am 08. September 2009 15:26:57:
Als Antwort auf: Wie schafft man es, sich zu lösen ? geschrieben von Marah am 07. September 2009 15:09:23:
>
>Hallo liebe Schotterblumen
>Für mich gehört zum sich lösen, auch die alten Glaubensmuster loszuwerden.
>Wisst ihr was ich meine ?
>Ich bin ja weit weggezogen und habe gar keinen Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie, aber was ich mitgenommen habe sind die Dinge die mir als Kind beigebracht wurden zb. Ich sage besser nicht was ich wirklich fühle und denke, weil dann mag man mich nicht oder entfernt sich ganz von mir.
>Das Gegenteil ist ja richtig. Wie will ich geliebt werden wie ich bin - wenn ich mich nicht traue mich so zu zeigen wie ich bin ?
>Nähe entsteht durch Ehrlichkeit ! Ich habe mich, je lieber ich jemanden hatte, immer mehr zurückgehalten mit meiner ehrlichen Meinung. Ich habe eher hingefühlt wie will der andere mich und war dann masslos enttäuscht und verletzt warum ich trotzdem nicht geliebt wurde.
>Bewußtsein hilft da natürlich, mir drüber klar werden und es dann ändern.
>Aber ich finde das sehr, sehr schwer und erschrecke jedesmal wenn ich anerzogen handel und merke das tut mir nicht gut.
>Mir hat mal jemand gesagt das ich wahrscheinlich der Meinung bin das das Leben immer nur schwer ist und Kampf.
>Ich weiß das ich total erstaunt war ,das jemand das anders sehen konnte. Das hat mich lange beschäftigt.
>Kennt ihr das ? Wie geht ihr damit um ?
>Ich bin so weit weggezogen, aber manchmal schaue ich in den Spiegel und sehe Ähnlichkeiten.
>Ich finde das ganz fürchterlich und ich habe da manchmal echt Schwierigkeiten mich selber liebevoll anzunehmen.
>Wie schafft ihr das ?
>Das alles gehört für mich auch dazu mich zu lösen.
>Würde mich freuen wenn ihr eure Erfahrungen damit mit mir teilen würdet.
>Liebe Grüße MaraHi,
Mir sagte mal einer vor jahren"jeder mensch hat ein recht auf seine gefühle".Es trug mich durch die jahrzehnte.Ich konnte,wie du marah,nicht verstehen,dass es eine solche sichtweise geben kann.
Ich habe viel positives denken gelebt,meditiert,mich mit weisen menschen umgeben,alles blin sozusagen.
Im nachhinein spüre ich noch die "kämpfe gegen Windmühlen" in der familie. Ich wollte uns alle ständig "retten"
lange lange habe ich dies so gehalten. geerntet habe ich nur sprüche wie "sie hat eben eine andere lebensweise" oder "sie is eben ein kleines bischen anders" oder "du hättest pastor werden sollen".Es wurde mir sogar auf offener strasse nachgesagt, ich hätte in meinem Leben noch nie richtig gearbeitet. Mit solchen Tricks und Dreckigkeiten wird auch noch das nähere Umfeld für dumm verkauft.
Aber eine "paranoide Festung" ist stark und sehr stabil.
Ich habe in den letzten 10 jahren die "lösung im chaos" gesucht,....................und gefunden.
Bevor ich alles über mich ergehen lassen müsste,würde ich es im nachhinein nocheinmal genauso machen.
Es ist wie schwarz oder weiss,..................ich hab das gefühl, alles auf eine karte setzen zu müssen.
Je stärker ich werde,desto mehr bricht deren Lügengerüst zusammen.
Weil ich jahrzehntelang "entlehnte" Schuldgefühle ertragen musste,weiss ich sehr zu schätzen,dass ich "frei" leben darf,auch wenn die körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen mich zum "Krüppel" machten.
Ich für meinen Teil habe beschlossen,diese Menschen in Liebe ziehen zu lassen.
Weil "Hilfe" gerade von mir,die ich immer die dumme war,will von denen keiner annehmen,eher würden sie wohl sonstwas machen.
Nun habe ich noch mehr Aufmerksamkeit,die ich auf mein leben lenke,dass ist das positive daran.
Der Wunsch, meine familie"heilen" zu können, jez und sofort hat für mich unterste Priorität bekommen.
Ich hoffe halt nur, dass meine Mutter meinen Erbteil nicht an die False memory foundation stiftet.Liebe grüsse
raschida