Re: Blindheit: emotional oder nicht emotional?

Geschrieben von sich einbringende raschida am 22. August 2009 09:32:50:

Als Antwort auf: Blindheit: emotional oder nicht emotional? geschrieben von Eric am 20. August 2009 21:19:25:

>Liebe Schotterblumen,

RE: Lieber Eric,

>ich habe ein wenig über das Thema nachgedacht und dabei bin ich auf eine Aspekt gestoßen, der mir nicht so ganz stimmig erscheint.
>Die Frage, die ich mir stelle ist:
>Spielt es eigentlich eine Rolle, ob die Blindheit emotional ist oder nicht?

RE: so richtig versteh die frage nich,aber denk,dass mit emotionaler blindheit auch gemeint ist,.z.b.eine selbst betroffene Mutter die sensibilität nicht so hat wie eine "gesunde Mutter",.........und deshalb vllt unter Umständen,ansich tätliches Verhalten nicht interpretieren kann. So kann es geschehen,dass wichtige Indikatoren für eben ein solches übergriffiges Verhalten von Tätern "übersehen werden kann".In Familie,wo seit vllt Generationen ein miss...ch stattfindet,sind gewisse Dinge oder Verhaltensweisen einfach "normal" geworden.

>Kann man Geist und Emotionen wirklich trennen?
RE: Ich denke,dass Körper Seele Geist ineinander verwoben sind und sich gegenseitig bedingen.Somit ist auch in meinen Augen eine Trennung nicht möglich.

>Mir fällt dabei eine Redewendung ein, die ich schon unzählige male gehört habe.
>Oftmals werden Menschen als "kalt und emotionslos" bezeichnet.
>Kälte ist jedoch eigentlich der Ausdruck von Ablehnung, ja vielleicht sogar von Feindschaft.
>Es handelt sich also in Wahrheit um einen höchst emotionalen Zustand.
>Der Ausdruck "kalt und emotionslos" ist also ein Widerspruch an sich.
RE: Ja,so sehe ich das auch,ein hoch emotionaler Zustand.
Ist es die Angst,dass der eigenen Verdrängung etwas entgegengesetzt werden könnte? Die Angst davor,dass vllt "die geliebte Familie" am Ende aufgegeben werden muss,wenn persönliche Belange eine Rolle spielen? Die Angst davor eine Abhängigkeit aufgeben zu müssen?
Machen diese Gründe am Ende den Ausdruck von Feindschaft und Ablehnung aus?


>Genaugenommen ist er selbst ein Ausdruck von Blindheit.
>Vielleicht hat diese Blindheit, über die wir hier diskutieren mit Emotionen gar nichts zu tun.
>Vielleicht entsteht diese Blindheit nur dadurch, dass sich ein Mensch bei allem was er tut, bei allem was er denkt nicht zugleich die Frage stellt:
>"Was würde ich empfinden, wenn ich mein Gegenüber wäre und wie würde ich auf das Verhalten reagieren, das ich gerade an den Tag lege?"
>Diese Frage stellt sich ein Mensch natürlich in zahlreichen Abwandlungen:
>"Was würde ich von jemandem halten, der das sagt was ich gerade sage?"
>"Was würde ich von jemandem halten, der das über mich denkt, was ich gerade von ihm denke?"
>"Wie würde ich reagieren, wenn jemand das von mir fordert, was ich gerade von meinem Gegenüber fordere?"
>usw...
>Genau dieses sich in sein Gegenüber hineinversetzen ist ja eigentlich schon Zuwendung.
>Es ist genau das was viele Menschen als Kinder von ihren Eltern vermisst haben.
>(Psychologen sprechen ja auch davon, dass eine Mutter ihr Kind "spiegelt")
>Und es ist genau das, was viele auch im Erwachsenenalter dann auch selbst nicht praktizieren.
RE:
ja,bei allem Durcheinander und aller Blindheit ist es sicher ganz wichtig alles,von allen Seiten zu beleuchten.
Dies kann wohl niemand alleine bewältigen.Den anderen ins Boot holen,bei ihm die Empathie wecken,die ganze Angelegenheit mal von seiner Warte aus zu betrachten und natürlich auch selber, sich in den anderen versuchen hineinzudenken,so sollte es sein und muss es wohl erst noch werden.
Ein Wunsch,den ich zum Himmel schicke,dass diese Belange oberste Priorität bekommen.
>Kann emotionale oder welcherart Blindheit auch immer denn eigentlich fortbestehen, wenn ein Mensch dieses Verhalten des Spiegelns an den Tag legt?
>Ich kann es mir nicht vorstellen und würde denken, dass sich jede Form der Blindheit über kurz oder lang auflösen müsste.
>Was meint Ihr dazu?
RE:Ja,auch ich finde es natürlich und gottgegeben, den ersten Schritt vor dem zweiten zu tun.Einer der erste Sätze in dem Brief an meinen Sohn lautete: Dass du auf eine Mutter als "Dramaqueen" nicht stolz sein kannst,kann ich dir blind glauben.Jedoch bedenke,ein normaler Mensch hätte diese Dinge nicht erlebt............................

>Liebe Grüsse
>Eric

Liebe Grüsse und ganz viel Kraft und Himmelsgeschenke für die noch zu bewältigende Trauerzeit von
Deiner
RASCHIDA



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