Re: gewollte blindheit
Geschrieben von sehnsucht am 10. August 2009 23:52:01:
Als Antwort auf: Re: gewollte blindheit geschrieben von nur noch im moment grübelnde raschida am 10. August 2009 11:12:26:
Hallo Raschida
gibt es überhaubt eine familie wo es nichts gibt, wo man die folgen der handlungen lieber nicht genau anschaut? denke wohl kaum. die folgen sind nur zum glück nicht überall gleich schwerwiegend.die gesamte tragweite dessen, was in meiner familie abgelaufen ist, war wohl niemand auch nur annähernd bekannt. selbst einselnen familienglieder nicht.
so vieles ist nur hinter verschlossenen türen geschehen, was für ausenstehende noch sichtbar war, gab es zu unserer zeit noch sehr wenig profesionelle hilfen. selbst bei dem wo noch sichtbar war, wer kannte sich genügend aus, um zu wissen, wie helfen?sehr viele täter verhalten sich in der öffentlichkeit doch so was von normal dass es für nicht betroffene oder fachleute so gut wie nicht erkennbar ist, zu was sie sonst noch fähig sind.
wiederholungstäter haben in der regel auch ihre auslegung, warum sie taten begehen und wissen diese auf ihre weise sehr deutlich auszudrücken. diese erfahrung kennt so gut wie jedes opfer.
wer nie opfer oder täter war, sind sie wirklich in der lage dinge die im umfeld und nicht im fernsehen ablaufen zu erkennen?
wie viele täter sind in der lage die verantwortung für ihr handeln zu übernehmen und ihre begründungen die sie sich zurechtgelegt haben als zusätzlicher schaden zuzugeben?
es ist schwer sich von der opferrole zu befreihen.
denk meine täter wären zum teil sind bis heute nicht in der lage zuzugeben was geschehen ist.warum sollte ich daher mit ihnen darüber reden? dass ich psychisch krank bin ist bekannt. wenn so manchen darum heimlich das gewissen plagen sollte, gut. hat dann doch eines. die sind zum benutzen da. werde bestimmt niemand von abhalten.
schämen tu ich mich nicht für meine familie. die sind für sich verantwortlich und ich für mich.
bei vielem kenne ich die vorgeschichte. es entschuldigt nichts für das was alles geschehen ist. hatte auch noch niemand das bedürfnis bei mir erkennen lassen. doch einiges ist erklärbar.in der regel halte ich abstand zu meiner ursprungsfamilie samt verwandschaft.
lässt es sich nicht vermeiden, so vermeide doch ich details meiner vergangenheit anzusprechen. es ginge mir mit sicherheit nicht unbedingt besser nur weil die plötzlich leiden, weil sie entlich in der lage wären zu sehen, was sie getan haben. und das wäre nicht zu vermeiden.viel erfolg beim versuch zu geniesen. es fühlt sich weit aus besser an wie wegen vergangenem zu leiden. wir leben in erster linie heute in der realität. das heute hat ein recht darauf sich daran zu erfreuen. diese paralelen beizubehalten solange wir mit der vergangenheit noch nicht durch sind ist schwer doch sehr wichtig
weine wärmende hand können auch freunde oder man selber geben. es muss wirklich nicht der mensch sein der einen geboren hat.
das ist gut so, da nicht alle eltern in der lage sind wärme und was man sich sonst so wünscht zu geben. manche haben nicht mal genügend für sich selber.nächtle dir von deiner sehnsucht