Re: Was bedeutet Glück? nochmal an Erik

Geschrieben von Gabi am 03. Juni 2009 10:11:16:

Als Antwort auf: Was bedeutet Glück? geschrieben von Prometeus am 30. Mai 2009 22:39:22:


"Wirklich glückliche Menschen können sich jedoch in jedem Moment entscheiden, glücklich zu sein"

Diesen Satz schreibst du. Ich kann manchmal deine stereotypen Lehrbuchantworten nur noch schwer aushalten.Du stellst so oft dermaßen autoritäre Allgemeinsätze auf bei denen es mich nur noch schüttelt.

Du verkündest "Wahrheiten" fast schon "ex cathedra", was sich selbst der Papst nur in theologischen Belangen erlauben darf.

Du schreibst zwar schon, dass du diese oder jene "Wahrheit" selbst noch nicht erreicht hast, aber stellst dennoch Ziele in den Raum, die du anscheinend brauchst um dich an etwas entlang festzuhalten.

Ich muss sagen, dass du mir dabei eher "unmenschlich" vorkommst ( nicht im Sinne eines bösen Menschen natürlich), sondern "unmenschlich"
im Sinne eines, der Ziele, die er sich an Religionen oder Ideologien abschaut, als absolute Heilswege
auch für andere verkauft indem er eben solche Sätze wie oben schreibt.

Zweierlei stört mich daran auf einer Seite gegen Mißbrauch:

gerade als Mitverantwortlichen so einer Seite möchte ich niemanden haben, der offen oder unterschwellig solche "Wahrheiten" in den Raum stellt. Ich empfinde das als eine Art von Mißbrauch der Funktion.

zum anderen stört es mich, dass du damit etwas zur richtigen Ideologie erhebst, was vielleicht sogar einen Teil deines vom Thema Betroffenseins herrührt. Du brauchst vielleicht solche "Wahrheiten" um zu überleben und das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn es dir hilft. Aber es kann nicht sein, dass du letztlich am Ende fast jeder Antwort doch wieder den Betroffenen hier sagst, dass du einen richtigen Weg hast und für einige die Verzweiflung bleibt: warum kann ich das nicht?

Ich finde, dass sich z.B. Sehnsucht oder Prometheus hier als fragende Menschen in den Raum stellen und damit gute Anstöße zum Nachdenken geben, weil sie sich eben Fragen stellen.
Und natürlich darf man für sich selbst auch Antworten schreiben, aber doch bitte um der Betroffenen willen nicht solche autoritären und gleichzeitig unautoritativen Lehrbuchsätze, die, so allgemein hingeschrieben, eine ganz typische rhetorische Keule sind um ohne Argumenation Menschen einfach unterzuordnen.




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