Re: Was hat Trotz Allem mit Geduld zu tun?

Geschrieben von wölfyn am 16. März 2009 14:50:01:

Als Antwort auf: Re: Was hat Trotz Allem mit Geduld zu tun? geschrieben von Eric am 15. März 2009 20:57:02:

Hallo lieber Eric,

den letzten Satz kann und möchte ich unbedingt unterschreiben..ja,das glaube ich,daß,wenn ich Geduld mit mir erreiche,auch mit anderen geduldiger bin.Ich glaube das auch in Hinsicht auf andere Fähigkeiten/Tugenden oder wie man es nennen will..z.b.auch Toleranz,Nachsicht,Selbst-liebe und mehr..wenn ich dies mit mir schaffe,wird es auch für Andere da sein.

--und ich muß schmunzeln bei dem Satz"kann sich nur im gegebenen Umfeld beweisen"--denn es erinnert mich zum einen an Ronja Räubertochter,die alles ,wovor sie sich hüten sollte,direkt erprobt hat--zum Anderen,wenn ich innerlich um Geduld bitte,oft grade die Herausforderungen auf mich zukommen,manchmal soviel,daß ich stöhne und sagen muß: "ist gut,ich habe verstanden,ich brauche mal eine Pause"zwinker)

Ich denke auch,daß vieles,wenn nicht alles,was auf uns/mich zukommt,mir zum Lernen dient,und zu meinem Inneren führen kann und somit auch zum Anderen.

Liebe Grüße

wölfyn


>Hallo liebe Wölfyn,
>deine Frage ist tatsächlich wohl die wichtigste und zugleich schwierigste überhaupt.
>Und ich würde mir wünschen, dass es ein Patentrezept oder einen Schalter gäbe.
>Zumal Ungeduld und Unrast tatsächlich in sich eine gewisse Logik tragen, so dass sie für viele Menschen zwingend erscheint.
>Und obwohl diese Logik keinen Sinn liefert und letztendlich nur Selbstzweck ist, zieht sie auch mich regelmässig wieder in ihren Bann.
>Es gibt Menschen, die den notwendigen Abstand durch "Aussteigen" suchen, aber ich frage mich dabei, ob das nicht nur eine Flucht ist und keine wirkliche innere Ruhe und Geduld bringt.
>Für mich kann Geduld sich nur im gegebenen Umfeld beweisen.
>Dabei hilft mir natürlich meine Weltanschauung bzw. Religion.
>Im Prinzip ist es meiner Meinung nach dafür egal welche Religion das ist, solange es nicht eine ist, die diese Unrast noch fördert. (Wie beilspielsweise der Materialismus und der sich daraus ableitende Sozialismus).
>Für Anhänger theistischer Religionen (also Religionen, die an einen oder mehrere Götter glauben) ist jedoch immer die Versuchung da, einfach nur die Ziele dieser Unrast auf einen Gott abzuwälzen, aber sie damit trotzdem festzuhalten.
>Jedoch haben alle Weisheitsreligionen im Kern das Ziel, den Menschen auf den Weg zu sich selbst zu bringen.
>Und Du hast ganz recht, auf dem Weg zur Geduld ist der wichtigste Schritt, diese auch uns selber gegenüber aufzubringen.
>Zumal ja so vieles, was wir gewöhnlich von anderen Erwarten in Wirklichkeit nur aus uns selbst kommt und uns selbst betrifft. Vielleicht bedeutet Geduld mit sich selber zu haben automatisch auch Geduld mit anderen zu haben?
>Liebe Grüsse
>Eric



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