zukunft? - hoffnungslos
Geschrieben von Alina am 10. Juli 2008 08:44:27:
Hallo zusammen,
ein wichtiges thema, was uns seit einem halben jahr intensiv, leider auch triggernd beschäftigt.
wir haben ganze 10 jahre lang gesucht, gekämpft, gehofft. waren bei mehreren Ärzten, in mehreren kliniken. trotzdem konstant seit über 7 jahren bei einem therapeuten, der uns zur seite stand, auch alles was in seiner kompetenz liegt für uns getan hat.
wir sind nicht "beziehungsgestört", nur eben ganz ganz anders. in den kliniken waren wir meistens "falsch zugeordnet", man konnte mit uns nicht viel anfangen, d.h. wir hatten die gleichen therapie wie andere - konnten sie aber nicht für uns nutzen, konnten auch nicht genügend sicherheit aufbauen, um mit der innenwelt überhaupt in berührung zu kommen - dafür ständig in triggergefahr, meistens auch in langen diss. triggerzuständen.
es war ein schwerer und langer gemeinsam mit unserem thera hier die ursachen, zusammenhänge, hintergründe zu finden und die retraumatisierungen "einzufangen", die dort teils bewußt initiiert ausgelöst wurden.
das ergebnis haben wir, uns fehlen wichtige ganz basale kompetenzen, die für andere völlig selbstverständlich und normal sind. so normal, dass sich auch ärzte/andere therapeuten sich nicht vorstellen können, dass ein mensch diese kompetenzen nicht hat. und das ist auch die ursache, warum wir in den kliniken und mit anderen therapieansätzen nicht lernen/profitieren können. aber weil es so unnormal und selten und unbekannt ist, und weil in dem täglichen klinikprozedere ja auch überhaupt keine zeit dafür da ist, sich damit zu beschäftigen, dass die ärzte/therapeuten dieses unseres urproblem überhaupt erkennen können, deshalb haben wir dort keine reale chance.
die ursachen und zusammenhänge für unser urproblem kennen wir auch (massive traumata in allerfrühster baby-zeit). und eine lösung gibt es jedoch für uns nicht, weil es bisher keinen entwickelten therapieansatz gibt.
vielleicht würden sich irgendwo in deutschland oder sonstwo jemand finden lassen, der sich mit dieser thematik beschäftigt. aber realisitisch scheint das nicht zu sein. ein arzt hatte uns sogar empfohlen, uns so weit wie möglich aus dem leben zurückzuziehen und zu warten, bis es vorbei ist... aber wir möchten doch so gerne auch leben dürfen.
also, was nun?
wir haben die hoffnung aufgegeben, haben sie aufgeben müssen. meine theraputen sind ebenso ratlos.
zukunft?
uns bleibt nichts anderes mehr als zu schauen, wie wir nur noch physisch überleben können - mit "leben" hat das aber nichts mehr zu tun. aber wir wollen nicht, dass der mann, mit dem die große zusammenist und die realen kinder noch mehr darunter leiden müssen, also müssen wir irgendwie überleben. und ich weiß nicht, wie das gehen soll.
wünsche?
ich wünsch mir und uns, dass wir eeeeennndddllliiiiicchh einen traumatherapeuten/tin finden mögen, die uns mit dem baby-trauma ernst nehmen kann und uns zu helfen vermag, auch wenn dies "unnormal" und "wieder der erste solcher fall" ist. es ist doch nicht unsere schuld dass es so ist, wie es ist.
susi,
die heute ein kurzes vorgespräch in einer neuen speziellen traumaklinik (die gründet sich gerade) mit der dortigen traumatherapeutin hat, wobei unser privater therapeut mit dabei ist. aber selbst wenn wir dort eine hoffnung finden würden - es ist eine reha-klinik und die Chance, über die bfa/rvbundberlin dort hin zu kommen, diese chance ist auch gleich null. es ist soooo sinnlos!
- Re: zukunft? - hoffnungslos Alina 06.08.2008 18:51 (0)
- Re: zukunft? - hoffnungslos sehnsucht 18.07.2008 21:55 (1)
- Re: zukunft? - hoffnungslos Alina 24.07.2008 08:39 (0)
- Re: zukunft? - hoffnungslos gelberose 10.07.2008 09:03 (1)
- Re: zukunft? - hoffnungslos Alina 16.07.2008 13:47 (0)