Re: Gegenwart annehmen - reicht das?

Geschrieben von DRSBo am 17. März 2008 21:12:16:

Als Antwort auf: Re: Gegenwart annehmen - reicht das? geschrieben von chupito am 17. März 2008 00:56:22:

Hallo, liebe Chupito

Danke für Dein Vertrauen! Zu Deinem Trigger möchte ich sagen, die " Schuldfrage " ist klar geklärt!
Ein Kind kann nie an solchen Situationen schuld sein, wenn überhaupt ein so junges Kind Schuld haben kann, ich denke das kann kein Kind haben.
Die Verantwortung haben da die Eltern, die Dir ja vorleben was Verantwortung und Achtung bedeutet, wie man sich wertschätzt und liebevoll mit einander und sich umgeht.

Zu der übrigen Antwort möchte ich noch kurz sagen, irgendwie ließt sich dass für mich als hätte da ein Mensch ohne Gefühle gerade geschrieben, bitte verstehe das nicht falsch jetzt, es ist nich böse gememeint aber wenn Du " >-wie kann ich die vergangenheit nicht akzeptieren? bleibt mir da denn was anderes übrig, ich meine, ich hab keine zeitmaschiene und kann sie eh nicht ändern... < " sagt dass ein Vernunftsmensch zwinker

Aber Du hast ja dann auch gemerkt, nee, so einfach ist es dann doch nicht.
Die Frage nach " darf ich mir denn sicher sein dass das gewesen ist? " und " ist es berechtigt dass ich mir unsicher bin, dass ich Trauer und Angst empfinde " kann ich Dir ganz klar beantworten, ja. Alles ist berechtigt, die Gefühle, die Gedanken dabei. Wenn Dein Gefühl sagt da war etwas dann stimmt das auch, so ist meine Erfahrung bisher gewesen und dass nicht nur in meiner persönlichen Biographie.

Ich denke das annehmen (Begreifen) wie die Realität früher gewesen ist (nämlich nicht immer so schön wie man es gerne haben möchte und jedem auch zu steht) ist doch ein rießen Schritt. Wenn Du dieses so erkannt hast beginnt das Trauern, die Verarbeitung schon. Ich denke so wieso, dass das annehmen nur mit dieser Verarbeitung geht. Alles Andere wäre Betrug an sich selber und das merkt man auch selber denke ich.

Ich habe mir schon sehr oft etwas selber vorgemacht, also dass es mir ja super geht usw. (war doch alles nicht so schlimm) um dann zu merken, nein, irgendetwas empfand es aber als sehr schlimm, das darf ich nicht außer Sicht und Betrachtung lassen...

Zu akzeptieren was war ist der Punkt denke ich, wo Du dann die Möglichkeit bekommen wirst endlich zu trauern, zu verarbeiten.
Akzeptieren bedeutet aber nicht zu vergessen! Bedeutet auch nicht es zu verharmlosen, es bedeutet meiner Meinung nach an zu fangen zu leben und zu sich zu stehen wie man ist und sich gibt. Ich weiß, sehr sehr schwer und bin auch noch auf so einem Weg es zu " lernen ".

Alles Liebe und Gute Dir dafür
Dirk




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