Re: Verantwortung = Heilung
Geschrieben von kleineRaupe am 06. Februar 2008 10:16:35:
Als Antwort auf: Re: Verantwortung = Heilung geschrieben von DRSBo am 05. Februar 2008 22:09:18:
Hallo Dirk *schmunzel*
Nochmals ich .....
Ich möchte gern ein paar Worte zu "Arbeit" schreiben .
Es stimmt, in der heutigen Wirtschaft schaut es nicht immer nur rosig aus, und sobald da ein "Makel" im Lebenslauf ist, ist es einfach viel schwerer eine Arbeit zu finden, böse ausgedrückt, weil man wirtschaftlich gesehen, ein Risiko für die jeweilige Institution / Firma darstellt.
So...nun zu meinem Kamfgeist...ich finde diese Einstellung alles andere als fair, weil ich so auf etwas reduziert werde als Mensch, also mit einer einseitigen Betrachtungsweise angesehen werde.
Trotzdem, es bleibt nicht wirklich leicht, Mensch davon zu überzeugen.
Doch.....auch hier wieder liegt es in meinen Händen, ob ich resignerie (ja tat ich auch schon) oder ob ich weiterkämpfe und nicht einfach so hinnehme, was andere denken. Was kann ich sonst noch machen? Wo genau sind Grenzen? Wie kann ich auch hier Grenzen wieder erweitern?
Du hast schon recht, keine Arbeit bedeutet auch zu gucken, wegen dem Existentiellen, und leicht ist es keinesfalls....doch ich hab bis anhin einfach die Erfahrung machen dürfen, dass es immer wieder einen Weg weiter gibt, manchmal halt auch Kompromisse gemacht werden müssen. Heisst für mich, dass ich ein Fernziel habe, was ich erreichen will, bis dahin aber gehe ich so Kompromisswege, woraus ich auch wieder ganz viel lernen kann.
Beispiel dazu...ich hatte eine Arbeit, die einfach wirklich nicht mehr ging, weil mir da effektiv die Vergangenheit zu arg dazwischenkam. Tja, nun mal wieder typisch ich, ich geb da nicht so schnell auf, höre also absolut nicht auf die Warnsignale die da waren. Hiess schlussendlich, dass ich 2 Unfälle hatte, die mich stoppten (kein optimaler Weg) und damit war dann auch die Kündigung verbunden. Das gute daran, ich fühlte mich frei, befreit und war total glücklich darüber, das schlechte daran, ich hab meine Verantwortung nicht wahrgenommen. Hätte ich dies getan, hätte ich längst kündigen und eine neue Stelle suchen. Aber....insgesamt konnte ich wieder viel lernen :)
Was möchte ich damit überhaupt sagen.....im Grunde nur das, dass es immer Wege gibt, und mit allen Umwegen die man geht, dies keine Umwege sind, sondern aus diesen wieder vieles gewonnen werden kann.
(öhm nein ich bin kein Stier *schmunzel* aber als Fisch bin ich es gewohnt zu schwimmen)Klar, alle Erfahrungen die ein Mensch macht prägen einen Menschen, ob dies jetzt MB ist, oder sonstige Erfahrungen im Leben, doch diese Erfahrungen allein machen einen Menschen nicht aus. Es wäre schade einen Menschen auf das zu reduzieren, was er erlebt hat, da gibt es noch sooooooooviel mehr :)
Hmm und das hätte und wenn, ich habe nunmal, und daraus hab ich in der Hand, was ich damit tun werde.....ich bestimme, ob ich das ganze Leben damit verbringen soll, dass ich mich als "so arm" bezeichne und passiv bleibe oder das Gegebene nutze um daraus vieles lernen zu können.
Einfach ist es nicht....doch *schmunzel* einfach ist es meist nicht, doch jede Erfahrung mehr, jedes wandern durch eher eine dunkle Zeit, ist damit verbunden, dass wenn ich die Sonne wieder besser erkennen vermag, ich auch viel Kraft gewonnen habe. Klingt grausam...ist in der Dunkelheit auch grausam, doch wenn ich vom heutigen Standpunkt 10 Jahre zurückblicke, so stehe ich doch ganz woanders als vor 10 Jahren.Eigenverantwortung ist nicht immer leicht zu übernehmen, sie mein Beispiel oben. *schmunzel* Doch auch daraus kann man viel lernen. Heute tu ich mich vielleicht schwer, in gewissen Dingen selbstverantwortung zu übernehmen, doch in der Zukunft werde ich es können. Das empfinde ich selber nicht als falsch, sondern es beinhaltet der Prozess, der jeder gehen kann, wenn er den gehen möchte.
Hilfe annehmen, kann man nur dann, wenn "Mensch" bereit ist Hilfe anzunehmen. Selbst das braucht Zeit *Lächel* und selbst das empfinde ich total ok, weil es eben der Weg eines jeden einzelnen ist.
Weisst du, ich kenne es nur zu gut, dass es Situationen gibt, wo ich merke, da versagt meine Logik total, da versagt auch die Selbstverantwortung zu übernehmen....aber ich stelle immer wieder fest, dass es auch darum geschieht, weil ich entweder es nicht einsehen will im Sinne von "es muss einfach gehen" oder weil ich mir "die Schuld für etwas gebe" oder "weil mich eine Situation lähmt"
Doch aus jeder einzelnen Erfahrunge lerne ich wieder ganz viel, wenn ich mich damit auseinandersetze und offen hinschaue, wie ich wo reagiere.So...uff
genug geschrieben :)mit lieben Grüssen
kleineRaupe
- Re: Verantwortung = Heilung DRSBo 06.02.2008 21:37 (1)
- Re: Verantwortung = Heilung kleineRaupe 06.02.2008 23:45 (0)