Re: Hilfe

Geschrieben von Frihda am 25. Oktober 2011 00:56:38:

Als Antwort auf: Re: Hilfe geschrieben von Nadja am 24. Oktober 2011 13:22:39:

Hallo Nadja,
ich danke für Deine Anregungen. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, daß es unter Umständen auch noch viel verzwackter sein kann? Diese Gedanken habe ich mir mehr als genug schon gemacht, ob und wie ich meine Einstellung zu einem Umzug ändern kann. Es hilft nichts, wenn sich krankhafte Ängste einstellen, die einen Umzug unmöglich machen, so eine Veränderung alles nur noch sehr viel mehr verschlimmert.
Selbsthilfe und SElbstveratnwortung sind für mich nie das Problem gewesen, ganz im Gegenteil, ich war eher nicht in der Lage Hilfe zu suchen. Da, wo ich es nun tue, wird sie mir versagt.
Es ist wie Du genau treffend sasgt, vieles schwieriger und komplexer.
Nun gut, ich denke, ich muß mich nicht rechtfertigen. Über so ein Forum die Komplexität dieser individuellen Geschichte zu erörtern, ginge viel zu weit.
Diese Grauzone zu verlassen erfordert viel Kreativität und Selbsthilfe und Selbstverantwortung haben eben auch so ihre Grenzen. Das mußte ich in meinem Leben auf härteste Weise erfahren. Wenn man dies erkannt hat, kommt ja eben die Frage nach einer anderen Hilfe. Wenn die aber auch ausbleibt - genau das ist das Problem, bleibt man eben allein vollkommen stecken.
Ja, bitte verzeiht meine Anfrage. Es scheint eben Lebensphasen zu geben, da sollte man vielleicht gar nichts versuchen, sondern einfach alles lassen, wie es ist.
Trotzdem Danke für Eure Tipps.
Es grüßt
Frihda

>Liebe Frida,
>meiner Meinung nach verändern sich die Lebensumstände von allen Menschen ständig.
>Sie werden immer komlexer und schwieriger. Jeder Mensch wird vor neuen und großen Herausforderungen gestellt, und dabei kommt es oftmals zu schwierigen Problemen. Betroffene von seelischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt in der Kindheit haben es da besonders schwer. Schicksalsschläge, wie z.B. Krankheit, Arbeitslosigkeit, oder eine Behinderung, so wie bei Dir, kommen ebenfalls erschwerend hinzu.
>Deine bisherigen schlechten Erfahrungen, dass Du Dich mit Deinen Sorgen und Nöten allein gelassen fühlst, stellen aus meiner Sicht heraus eine "Schwelle" dar, deren Überwindung wichtig wäre.
>Denn es gibt Anlaufstellen in Fällen materieller und sozialer Not, die dort helfen, wo Menschen durch die "Raster der Möglichkeiten der Behörden" fallen.
>Es liegt in Deiner Selbstverantwortung, Dir eine Hilfe zu suchen, welche Dir "Hilfe zur Selbsthilfe" bietet, und Dich dabei unterstützt, Deine Sorgen und Nöte zu reduzieren. Denn im Grunde kannst nur Du selbst Deine Probleme im Leben lösen.
>Vielleicht könnte Dir auch eine Veränderung Deiner Einstellung zum Umzug schon etwas helfen?
>Ist so ein Umzug wirklich nur negativ? Oder ermöglicht er Dir neue Chancen im Leben, vielleicht sogar die große Chance aus der "Grauzonen derer, die zuviel haben, aber doch zu wenig" verlassen zu können? zwinker
>Liebe Grüße
>Nadja
>
>>Hallo Nadja,
>>ich danke Dir für deine Tips. Ein Attest von meinem Psychiater werde ich mir besorgen, das sist eine gute Idee. Mit den anderen Hilfen hier habe ich leider verdammt schlechte Erfahrungen gemacht, da sie mich in meiner Not mehrfach wieder nach Haus geschickt hatten und nicht wußtem, wie sie mir zur Seite stehen sollten. Ziemlich unwirsch und restlos überfordert, wie mir schien, weil ich so ein "untypischer" Fall bin und in den Grauzonen derer lande, die zuviel haben, aber doch zu wenig und hilfsbedürftig schon gar nicht aussehe. Das ist hier wirklich krass. Professionelle wissen, sich mit mir einfach gar keinen Rat. Das paßt wirklich in dieses Schema, daß immer mehr durch alle möglichen Raster durchfallen und mensch mit seinen Problemen und Nöten individualisiert allein gelassen wird.
>>Aber danke auch für diesen Tip.
>>Es grüßt
>>Frihda
>>>Liebe Frihda,
>>>aus meiner Sicht heraus fallen in unserer Gesellschaft leider immer mehr Menschen durch die Raster der "behördlichen Möglichkeiten".
>>>Könntest Du Dir vielleicht ein Attest vom Arzt besorgen, dass es Dir aufgrund Deiner Behinderung und/oder aus psychologischen Gründen auf keinen Fall möglich ist, Dein gewöhntes Zuhause aufzugeben?
>>>Möchtest Du Dir Unterstützung in Deiner schwierigen Situation suchen?
>>>Ich kann Dir nur empfehlen, Dich möglichst bald an eine Beratungsstelle (z.B. Diakonie oder Caritas) in Deiner Nähe zu wenden.
>>>Dort können Dir z.B. die Möglichkeiten, die Du in Deiner ganz speziellen persönlichen Situation hast, gezeigt werden. zwinker
>>>Liebe Grüße
>>>Nadja
>>>>Hallo sisi,
>>>>ich danke Dir für Deinen Antwort, aber es scheint so, daß wir durch alle Raster dieser behördlichen Möglichkeiten und "Sorgfaltspflicht" durchfallen.
>>>>außerdem wurde nicht ich gekündigt. Es zwingen mich materielle Verluste, diesen Schritt gehen zu müssen, obwohl wir den gar nicht gehen können. Für die Ämter habe ich immer zu viel, doch zum Leben bleibt da nicht viel und zu einem Umzug reicht es schon überhaupt und gar nicht.
>>>>Was habe ich als Behinderte da für Möglichkeiten, mein gewohntes Zuhause nicht aufgeben zu müssen? Habe ich überhaupt welche?
>>>>Sorry, bin grad richtig verzweifelt.
>>>>Es grüßt
>>>>Fihda
>>>>
>>>>>>Hallo,
>>>>>>nun wurde mein Text einfach gar nicht übernommen.
>>>>>>Also von Neuem:
>>>>>>kennt sich einer damit aus? Kann man als Behinderte mit einem GdB von 50 irgendwo Ümzugshilfe beantragen? Oder gibt es einen Schutz als Behinderte mit einer psychischen Erkrankung in seinen seit ganz vielen Jahren, ja Jahrzehnten ge- und bewohnten vier Wänden bleiben zu dürfen, auch wenn es von der Miete her nicht ganz günstig ist? Was schützt einen als Behinderte überhaupt?
>>>>>>Kennt sich damit jemand zufällg aus? Und an wen wendet man sich, um einen Umzug aus Kostengründen verhindern zu können?
>>>>>>Ich hoffe mein Anliegen ist irgendwie verständlich. Bin in ziemlicher Angst.
>>>>>>Es grüßt Euch eine ziemlich verzweifelte
>>>>>>Frihda
>>>>>liebe Frihda
>>>>>Also normalerweise kann man in seiner wohnung bleiben und da hat man einen schutz, also das du nicht gekünigt werden darf.
>>>>>Man kann aber auch das Versorgungsamt befragen, dass würde ich auf Deinen fall tun. Wenn man nicht viel Geld bekommt
>>>>>bekommt man Unterstützung vom Staat, aber auch da kann man nachfragen wie Sozialamt oder wenn man arbeitslos ist die arge.
>>>>>Ich wünsche Dir da viel Erfolg
>>>>>es grüßt Dich ganz lieb sisi




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