Re: Die Sprachlosigkeit zwischen Generationen
Geschrieben von Helena am 27. Februar 2011 21:27:18:
Als Antwort auf: Re: Die Sprachlosigkeit zwischen Generationen geschrieben von arkei31 am 27. Februar 2011 18:37:37:
Hallo arkei, ja. wie ist dieser Kreislauf zu durchbrechen? Ich glaube, überhaupt nicht. Ich wünsche mir ein anderes Damit-Umgehen, vor allem ein ruhigeres, als bisher. Ist es wirklich mein "Ding", meine Wahrheit für andere zu verdeutlichen, die in ihrer eigenen Wahrnehmung gefangen sind, so wie ich auch?
Dieser Satz meiner Mutter, der an die Stelle getreten ist, was ich gesagt habe, ist schon hammerhart gewesen. Er zeigt aber auch ihr Gefängnis, in das sie sich in ihrem Leben begeben hat. Ich bin nicht in der Lage, sie zu befreien, den Freispruch muß sie sich selbst geben. Es verdeutlicht mir unsere gesamte Beziehung über all die Jahre. So wie ich das Leben gelernt habe zu begreifen, so trete ich in die Welt und habe begrenzte Möglichkeiten, es zu verstehen. So auch sie und so auch ich.Ich habe sie aufgefordert, mir in die Augen zu sehen, wenn sie mir etwas zu sagen hat und sie hat diesen Satz so in sich, daß ich zu ihr gesagt habe: "Kannst du mir überhaupt noch in die Augen sehen"? Ich kann es im Moment nur so sehen, daß es sich um immense Schuldgefühle in ihr handelt, daß sie das Gesagte so verstanden hat. Die Trennung, die seit meiner Geburt zwischen uns existiert, wird so offentlich. Ich habe keine Lösung dafür, ich bin sehr traurig darüber.
Herzlichst Helena
>Hi liebe helena!
>Also irgentwie kommt mir das was Du schreibst bekannt vor, da ich mich irgentwie genauso fühle im Moment. Nur es ist eben auch so, dass es mich an die Vergangenheit erinnernt und zwar daran, dass egal, was man sagt alles falsch ist. Alles was von einen ausgeht ist falsch... was aber nicht so ist! Aber es fühlt sich so an und so mit denkt man das man "böse" ist. Es hört einfach nicht auf. Naja ich versuch es so zuhalten, dass ich mich einfach zurückhalte, was Kontakt angeht. Über das was mich wirklich beschäftigt, dann halt an der oder der Stelle (ist ja nicht nur bei den Eltern so), wo sich das so anfühlt, nicht mehr rede. Mach das alles mit mir selber aus. Obwohl es nicht gut ist und anders sein sollte.... nur man kann halt nix erzwingen.
>Denke auch nicht, dass es ein absolutes Generationending ist. Denn das kann auch bei den Menschen passieren, die so alt sind, wie man selbst ist. Es scheint ein Ding zu sein, nach dem Motto: Was nicht ist das darf nicht sein (.... trotzdem ist es,egal obs nicht sein darf - aber Verdrängung versetzt in dem Fall ja bekanntlich Berge). Denn es ist so, am meisten wie Du es beschrieben hast, dann, wenn es um schwere Themen geht, dass aneinander vorbei geredet wird bzw. man weiß genau über was, wie geredet wird.
>Also wird irgentwann nicht mehr geredet, was nicht so toll ist. Die Frage ist jetzt wie wir diesen Kreislauf durchberechen können????
>AllesGute
>arkei
- Re: Die Sprachlosigkeit zwischen Generationen sehnsucht 28.02.2011 13:00 (2)
- Re: Die Sprachlosigkeit zwischen Generationen Helena 28.02.2011 23:45 (1)
- Re: Die Sprachlosigkeit zwischen Generationen sehnsucht 01.03.2011 07:10 (0)