Re: stationäre, medizinische Reha mit Schulkind: Wer, wo, wie?

Geschrieben von blackroselila am 01. November 2010 07:00:25:

Als Antwort auf: Re: stationäre, medizinische Reha mit Schulkind: Wer, wo, wie? geschrieben von Molly am 31. Oktober 2010 21:48:11:

>Hallo,
>ich kann hier ja mal von meinen Erfahrungen sprechen.
>Ich selbst habe Jahre lang ambulant Therapie gemacht, erst Tiefen- und dan Verhaltentherapie, bis ich so weit war und gesagt habe, dass ich das Trauma direkt anpacken möchte.
>Erst nach Rücksprache mit meinem Therapeuten habe ich dann eine stationäre Reha angetreten. Dort habe ich meinem Therapeuten schon beim ersten Gespräch sagen können worauf es ankommt und was geschehen ist, sodass wir die 6 Wochen dort gut nutzen konnten. Ich brauchte diesen geschützten Rahmen, der mich auch aufgefangen hat, wenn es mir Nachts schlecht ging.
>Für mich war das der richtige Weg und ich glaube, ohne vorherige Therapie und der entsprechenden Nachversorgung wäre es bei mir sicher nicht so gut gelaufen.
>Gruß
>Molly
Hallo Molly,
schön, dass du auf mein Anliegen antwortest und es freut mich vor allem, dass du du nicht mit gutgemeinten Ratschlägen kommst, sondern von DEINEN Erfahrungen berichtest. Dass du deine stationäre Reha so reflektiert angehen und dadurch davon profitieren konntest, freut mich für dich und: ich möchte dir sagen, dass dies m.E. letztenendes DEIN ganz eigner Verdienst ist!! Hut ab!!
Genau so stelle ich mir meine Reha auch vor. Mir scheint nun der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein, mein Thema konkreter angehen zu möchten, zu können!
Mein "Aber" diesbzgl. heißt: Misstrauen! Treffe ich auf die passenden Menschen? Welche Ressourcen habe ich in diesem bevorstehenden Neuland? Wie hoch ist das Risiko, kann ich`s wirklich wagen?
Dieses "Aber" kann ich jedoch noch relativieren durch meine bisherigen Lebenserfahrungen und daraus resultierender Haltungen von mir: Risiken bergen oftmals verblüffende und hilfreiche Antwortungen und Lösungen! Um diese Chance nutzen zu können müssen/sollten sie eingegangen werden!
In o.g. Misstrauens-Fragen mischt sich die Frage, ob die Reha alleine oder mit Tochter letztenendes besser wäre.
Diese Frage scheint mir erschwert durch die Tatsachen, dass ich noch keinen neuen Bewilligungsbescheid von der RV habe (andere Klinik, als die, die sie sich vorstellen) und die TATSACHE, dass meine Tochter nicht angemessen untergebracht wäre, falls ich doch alleine in Reha ginge. Diesbzgl. trifft der Spruch "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg" eben nicht zu! Der Einfachheit halber möchte ich aber keine weiteren Erklärungen hierzu abgeben (das muß ich u.a. gegenüber der RV bereits genug, ich hab`s satt)! Fakten sind eben Fakten und ich (auch andere nicht)kann kein Perpeduumobile herzaubern! Punkt!
Falls ich doch alleine in Reha ginge, würde das eben heißen, mich mit den Gegebenheiten bzgl. der mangelhaften Betreuungssituation meiner Tochter zu arrangieren. Die Frage heißt: möchte und kann ich das überhaupt?
Andersrum gesagt: wäre die Betreuung meiner Tochter gesichert, würde es mir nicht schwerfallen, alleine in Reha zu gehen (gar kein Thema!) und ich hielte dies in jedem Fall für die bessere Lösung!
Was mich noch interessieren würde ist, wie die Nachsorge konkreter bei dir ausgesehen hat. Vielleicht hast du mal Lust und Zeit, mehr darüber zu erzählen.
Bis dahin, sei lieb gegrüßt!
blackroselila


"Alles, was man vom Leben lernen kann ist in 3 Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!"




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