Re: und das kam dann wohl bei thera raus

Geschrieben von Helena am 15. Juli 2010 11:40:33:

Als Antwort auf: und das kam dann wohl bei thera raus geschrieben von raschida am 14. Juli 2010 07:11:47:

> hi,
>ziel ist für tochter das abi zu machen. Ihr anker. dafür will sie ruhe. und dass die mama so ist wie früher.
>Aber sinn in der reflexion der häuslichen situation in form von gesprächen einmal im monat bei meir thera, da sieht sie keinen sinn.Sie ist der meinung, man könne das "unter uns" regeln.Sie sähe das nicht so, dass sie von der familie beeinflusst wird.
>mit einer kur kann/will sie sich nciht anfreunden.
>Es wurde vereinbart, dass ich und sie am wochenende, für ihren freund und einen bekannten von mir kochen.
>Ich habe zu verstehen gegeben, dass es nicht gehen wird mit "unter uns regeln" und sie darauf verwiesen, dass sie ja das jugendamt heute informieren soll.
>Es stehen 12 monate erniedrigung und beschimpfung im raum.
>Ich habe 12 monate genau das gesagt, was sie heute äusserte bei der thera....
>ich bin leer...
>
>gruss raschi


Hallo Rachida,

es scheint mir, als müsse deine Tochter noch viele Gefühle durchleben müssen, damit sie erkennt, in welcher "Falle" sie sich befindet. Junge Menschen im Alter deiner Tochter beanspruchen oft für sich, alles zu wissen, mehr zu wissen wie die Eltern und vermitteln das auch schonungslos mit ihrer "coolen" Art.

Es ist aus meiner Sicht nicht möglich, Erfahrungen zu vermitteln, die Person muß sie selbst gemacht haben, um zu erkennen. Und das ist das tragische, man/frau kann sie nicht wirklich schützen. Es ist wohl in deiner Situation wie "über den eigenen Schatten zu springen", versuche, an ihrer Seite zu bleiben, Raschida. Du kennst all die schmerzhaften Gefühle, und wenn sie soweit ist, sei da. Sie wird dich brauchen, vielleicht nicht in der kommenden Zeit, aber ich bin davon überzeugt, sie wird irgendwann deine Nähe suchen....
Du kannst sie unterstützen, weil du aus dem Chaos durch die jahrelange Auseinandersetzung herausgetreten bist, aber erst dann, wenn sie soweit ist..... es bedeutet, eine absolut selbstlose Präsenz zu leben, weg von Bedingungen, weg von Voraussetzungen "wenn....dann", ich habe das Gefühl, daß du dich bereits auf genau diesem Weg befindest, das entnehme ich einigen Beiträgen von dir. Das ist viel, Raschida, gefühlt scheint es oft zu wenig, aber dem ist nicht so. Du hast die Fähigkeit, andere Menschen zu stützen.

Grundsätzlich finde ich wichtig, Unterstützung nicht ungefragt zu geben, da liegt ein Hauch vom Gegenteil der Selbstlosigkeit zu Grunde oder?

Herzlichst Helena




Antworten:


• Schotterblume Forum •