Re: nur noch eine frage
Geschrieben von raschida am 31. Mai 2010 10:16:15:
Als Antwort auf: Re: nur noch eine frage geschrieben von Eric am 29. Mai 2010 18:20:56:
hi,
danke lieber eric.
Ich wunderte mich gestern,....ich war so ruhig und gelassen, obwohl um mich herum alles taumelte.
Ich denke, ich bin mich echt am zurückziehen oder wie du es sagst am "in mich gehen".
Tja,...will mal sagen,...ganz freiwillig bin ich da nicht drauf gekommen.
Das Schicksal hat mich dahingeführt denke ich nun.
Ob es die "leichen" im keller meines Erzeugers sind aus seiner "Kindheit" oder ob es mein sexueller missbrauch in dieser "vorbildfamilie" ist oder ob es meine Kinder sind, die mir "ferngesteuert" erscheinen.In allem bin ich vor Wände gelaufen...
Obwohl hier in dieser dörflichen Stadt einige mehr über mich wissen, wie ich selber,.....keiner von ihnen "packt aus"....Hier und da mal "Versprecher"...."Andeutungen"....aber das wars auch schon.
Keiner will sich den Mund verbrennen und ich werde dann eben einfach für "Tot" erklärt.Dass mich das , so wie gestern zum ersten mal in meinem Leben, nicht gefühlsmässig erreicht, dafür bin ich echt dankbar.
Diese Funken, die früher immer gnadenlos auf mich übergesprungen sind,.....die erlischen jetzt vor meinen Augern..Ich habe gestern das Gefühl gehabt, ich kann selber bestimmen wie ich mich fühle. Wundernd turnte ich in meinen vier wänden rum und "wartete" regelrecht auf aufkommende miese gefühle. Aber ich blieb anhaltend ruhig, ohne mir auch nur irgendetwas eingenommen zu haben.
Immer mehr festigt sich in mir die Gewissheit, dass meine familie eben keine Vorbildfamilie war, sondern eher einem stinkenden Misthaufen gleicht. Mit der Hoffnung, dass sich "Folgekinder", so wie ich auch, mit der Vergangenheit der familie eine weile beschäftigen, verlasse ich dieses Kampffeld und werde nur noch mit einem Vermittler eine Konfrontation wagen, falls dies von der Gegenseite jemals eingefordert werden sollte oder eben durch die bestehenden Konflikte meiner Tochter notwenidg werden.
Am ende bleibt ein bitterer Nachgeschmack, der mir die "kleine" in mir vor augen führt,....wie sie doch ihre familie so sehr liebte und grossers interesse an jedem Familienmitglied hatte,.....ein kampf gegen windmühlen,....
Es tut sehr weh ,...nach wie vor,....ganz alleine hier zu stehen, doch spüre ich deutlich, dass es richtig so ist.
Der ewig benutzte satz meiner mutter: ihr sollt es einmal besser haben,....den hat sie gehalten,....ich konnte ausbrechen aus diesen widerlichen mustern des schweigens, verleugnens und der geilheit nach dem geld...Auch mein rededruck nimmt ab,....ich werde langsam so, wie ich gerne bin . Das reden war gut, half mir den überdruck wenigstens soweit zu mindern, dass ich nicht zerplatze,...aber es wurde zuweilen auch schamlos ausgenutzt.
Ich muss feststellen, dass alle diese Erscheinungen bei einem sexuellen missbrauch gnadenlos von den Tätern benutzt werden. Wie eine Marionette läuft man dann durchs leben und trägt zur belustigung der Täter in ihrem Kasperletheater bei.
Es ist mir unbegreiflich was die menschen alles für geld tun.....
Wollte euch diesen letzten akt des Romans "wie schaffe ich es aus einer Vorbildfamilie zu enkommen" nicht vorenthalten.
gruss raschi